Muskelkater ist im Winter schlimmer

Rund 40 bis 50 Prozent des menschlichen Körpers nimmt die Muskulatur ein – sie ist damit das anteilsmässig grösste Organ des Menschen. Bei körperlichen Anstrengungen, ungewohnten Bewegungsabläufen oder nach einem verausgabenden Training kommt es häufig dazu, dass man einen Muskelkater bekommt. Das passiert übrigens auch Profisportlern und nicht nur den Freizeitsportlern und ist keineswegs auf ein falsches Training zurückzuführen.

Wie entsteht Muskelkater?

Der Muskelkater ist eine typische Schutzfunktion des Körpers. Kleine Muskelverletzungen entstehen durch die mechanische Belastung. Es bilden sich kleine Ödeme: Wasser dringt in die Muskulatur ein und lässt sie anschwellen. In der Abheil-Zeit schmerzt die Muskulatur durch die Dehnung, verursacht durch die Schwellung. Der Muskel hat in dieser Zeit weder seine eigentliche Kraft, noch kann er seine eigentliche Funktion übernehmen. Diese kleinsten Mikroverletzungen können bis zu 14 Tage benötigen, bis sie wieder vollständig abgeheilt sind.

Früher dachte man, der Muskelkater rührt von einer Übersäuerung der Muskeln her. Wissenschaftlich beweisen liess sich das allerdings nicht. Eine Übersäuerung war zwar bei Menschen mit Muskelkater messbar, sie zeigte aber bei jedem andere Auswirkungen.

Problematisch ist das nur bei Outdoor-Sportlern im Winter. Sie sind häufig schneller wieder bei kalten Temperaturen draussen sportlich aktiv, als das für sie gut ist. Wer sich einen Muskelkater „einfängt“, sollte ihn im Winter ganz auskurieren, bevor es wieder zu einem intensiven Training geht.

Die geschädigte Muskulatur braucht Wärme, um besser regenerieren zu können. Saunagänge und Kirschkernkissen sind gute Tipps bei Muskelschmerz durch einen Muskelkater, denn sie regen die Durchblutung an und führen direkt Wärme zu.

Daher sind auch Sportlersalben mit durchblutungsfördernden Mitteln versetzt, zum Beispiel Franzbranntwein, Menthol oder Propolis.

Kälte wirkt sich hingegen schlecht aus.

Im Winter sollte man auf eine gute Regeneration achten und nicht mit einem Muskelkater eine neue Runde drehen. Besser wäre, statt des Trainings einen Regenerationstag einzulegen. Das heisst aber nicht, dass man komplett herunterschalten sollte. Im Gegenteil: moderate Bewegungen sind erlaubt und wirken sich positiv aus. Eine kurze Runde Walking statt Jogging, viel mehr zum Aufwärmen als zum Trainieren, tut einem in der Regenerationsphase sehr gut.

Auch durch entsprechende Kleidung kann man im Winter dem Muskelkater vorbeugen. Wadenwärmer oder lange Unterhosen sind eine gute Idee, um die Muskulatur besser warm zu halten.

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