Vom Sport-Muffel zum Fitness-Freak

Manche Menschen machen eigenartige Verwandlungen in ihrem Leben durch. Gerade rund um die Midlife Crisis dürften das viele kennen. Gestern war man noch die Couch-Potato, heute geht man täglich joggen und kann nicht mehr ohne.

Sport-Muffel

Wenn erst einmal der Schalter im Kopf umgelegt ist, der innere Schweinehund besiegt und man den ersten Schritt zum sportlichen Alltag gemacht hat, geht es bald nicht mehr ohne. Wie das geht, und wie man sich dazu jedes Mal aufs Neue motiviert, ist ein anderes Thema.

Aber Sport macht glücklich!

Sich einmal so richtig auspowern und an seine Grenzen zu gehen bringt Glücksgefühle, weil der Körper ordentlich Endorphine freisetzt. Doch Vorsicht! Endorphine, im Volksmund auch gern Glückshormone genannt, machen süchtig… Man kann dann nicht mehr ohne – das ist der Antrieb für Fitness-Freaks!

Genau genommen ist die Wirkung des Endorphins auf das Wohlbefinden im Zusammenhang mit dem Auspowern beim Sport nicht wissenschaftlich bewiesen, es konnte aber bislang nicht widerlegt werden. Der Volksmund weiss jedoch, dass man „ein paar Glückshormone freisetzen sollte“, wenn man sich nicht gut fühlt. Und das funktioniert zum Beispiel mit Sport sehr gut.

Einen ähnlichen Effekt hat Serotonin auf den Körper. Wer aktiv ist und Sport treibt, schüttet mehr Serotonin aus, und erhöht auch die Konzentration anderer wichtiger Botenstoffe wie Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Serotonin ist dabei der natürliche Stimmungsaufheller schlechthin. Besonders Läufer und andere Ausdauersportler kennen die Wirkung von Serotonin.

Fragt man einen Sportler (egal ob Freizeit- oder Profi-Sportler), ist das sich ohne den Sport einstellende Gefühl aber ein typisches Anzeichen von Entzugserscheinungen. Wer einmal mit dem Sport anfängt, Trainingseinheiten regelmässig in den Alltag einbaut und dann plötzlich wieder aufhört, schadet seinem Körper damit gleich zweifach.

Diese „Sportsucht“ (keine Angst, es ist im Regelfall keine Sucht, die bedrohliche Ausmasse annehmen kann sondern nur eine Erwartungshaltung des Körpers auf mehr Glückshormone) treibt den Fitness-Freak immer weiter an und verscheucht damit den Sport-Muffel. Der Weg dahin ist mit gleichgesinnten übrigens einfacher – Sport in der Gruppe, in einem Fitnesstudio mit neuen Bekannten oder mit der Familie motoviert einen besser, als die Idee, allein regelmässig Sport zu treiben.

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