5 Wege, mit denen man seinen Stoffwechsel unnötig verlangsamt – Teil 2

Egal ob man nun ein fleissiger Sportler ist, abnehmen möchte oder einfach nur gesund Leben will: eines möchte man gar nicht – dass sich der Stoffwechsel verlangsamt. Es gibt hunderte von guten Ratschlägen, wie man seinen Stoffwechsel antreibt. Viel hilfreicher ist es jedoch, die grössten Fallen zu kennen,um seinen Stoffwechsel nicht durch eine falsche Ernährung, durch unsachgemässe Sportübungen und durch andere Fehler wie schlechten Angewohnheiten zu verlangsamen.

Die 5 besten Tipps sind:

  1. Nicht (komplett) auf Kohlenhydrate verzichten!
  2. Nicht (komplett) auf Milchprodukte verzichten!
  3. Temperaturen im Wohnbereich herunter drosseln
  4. Auf Salz verzichten!
  5. Beim Sport auf Intensität und nicht nur auf Ausdauer setzen!

Die ersten beiden Tipps haben wir bereits gestern erklärt, heute folgen noch einmal drei Tipps und ihre wissenschaftlichen Hintergründe.

3.Temperaturen im Wohnbereich herunter drosseln!

Auch dass man beim Frieren mehr Fett verbrennt, ist mittlerweile ein bekannter Trick. Wie das aber funktioniert, dürfte den meisten gar nicht klar sein. Denn die gesteigerte Fettverbrennung hat weniger etwas mit dem erhöhten Kalorienverbrauch zu tun. Natürlich verbraucht der Körper ungefähr genauso viele Kalorien für das Abkühlen wie für das Erwärmen des Körpers.

Beim Frieren wird aber noch etwas anderes aktiviert: das so genannte braune oder plurivakuoläre Fettgewebe. Dieses braune Fettgewebe setzt durch Thermogenese Wärme frei. Das funktioniert durch die Oxidation von Fettsäuren in den Zellen. Bis vor wenigen Jahren nahm man an, dass dieses plurivakuoläre Fettgewebe im Erwachsenenalter inaktiv ist. Doch die Forschung zeigt etwas anderes. Der Kältereiz aktiviert dieses Gewebe. Wer die Temperaturen daheim zum Beispiel im Schlafzimmer etwas herunter regelt, setzt damit die Aktivierung des plurivakuolären Fettes in Gang – und das ist gut. Das plurivakuoläre Fettgewebe verbrennt Fett, anstatt es einzulagern. Das hilft dann, besonders hartnäckiges Fettgewebe, wie am Bauch, den Oberschenkeln und Oberarmen, auf Dauer los zu werden.

4. Auf Salz verzichten!

Speisesalz kann zu einer Falle für einen geregelten Stoffwechsel werden. Problematisch ist der Salzkonsum, sobald man sowohl gern einmal nachsalzt und viele industriell gefertige Lebensmittel verzehrt. Gerade in Fertiggerichten, aber selbst in Produkten in denen man es nicht in erster Linie vermuten würde, wie süße Kekse oder Brot, ist der Salzgehalt unnötig hoch. Viele Produkte sind da nicht hinreichend gekennzeichnet, sodass man im Alltag häufig zu viel Salz zu sich nimmt, ohne es zu merken. Häufig wird Speisesalz mit Jod versetzt, um es vermeintlich gesünder wirken zu lassen. Zusammen genommen bringt das Übermass an Salz und Jod dann aber die Schilddrüse aus dem Gleichgewicht, die für die Hormonproduktion zuständig ist – das wiederum hat Auswirkungen auf den Stoffwechsel, besonders auf die Geschwindigkeit. Studien zeigen einen ähnlichen Effekt wie bei der Übersäuerung des Körpers. Dann sperren sich einige Prozesse bei der Stoffverwechslung im Körper gegenseitig aus.

Ein kompletter Verzicht ist allerdings nicht angeraten. man sollte aber mit offenen Augen durch die Supermärkte gehen und Speisen auswählen, die damit werben, salzarm zu sein. Besonders im Bio-Bereich ist das heute schon üblich. Meersalz und Co. sollte man nicht vom Speiseplan streichen. Es genügt schon, viel bewusster damit umzugehen. Ein Tipp: Beim Kochen nur ganz sparsam salzen oder auch darauf verzichten – nachwürzen kann man immer noch.

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5. Beim Sport auf Intensität und nicht nur auf Ausdauer setzen!

Ausdauersport gilt als ein Turbo für die Fettverbrennung. Aber ist das aus so? Das man erst nach rund 30 Minuten Training, zum Beispiel beim Joggen oder Radfahren Fett verbrennt, gehört längst in den Kreis der grossen Sportmythen. Die Fettverbrennung wird nur durch die richtige Kombination von Leistungsanforderung zu den zur Verfügung stehenden Energiequellen angeregt. Dabei gilt es die Kohlehydratspeicher zu leeren, um den Fettstoffwechsel anzustossen. Das gelingt am besten durch ein intensives Training, bei dem man (möglichst rasch) an seine Leistungsgrenze stösst.

Die Intensität löst zudem einen höheren Sauerstoffverbrauch aus, was sich beschleunigend auf den Stoffwechsel auswirkt. Dieser Effekt ist es auch, denn man als „Nachbrennen“ nach einem Training kennt. Der Stoffwechsel ist dann nach dem Sport noch auf Höchstleistung eingestellt und schwächst nur langsam ab. In Untersuchungen zeigte sich, dass Frauen mit einem Intervall-Training von drei mal wöchentlich zwanzig Minuten mehr Fettgewebe abbauten, als eine Vergleichsgruppe, die drei mal wöchentlich vierzig Minuten trainierte.

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