Das Leiden mit der Zeitumstellung

Zweimal im Jahr werden die Uhren gestellt. Diese leidige Tradition hat zwar durchaus ihre Vorteile, bringt unterm Strich jedoch auch viele Probleme mit sich. Verschiedene Statistiken bestätigen dies.

Schlafstörungen und andere Sorgen

Für manche ist sie Tradition, andere würden sie am liebsten abschaffen: Die Zeitumstellung. Zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, wird die Uhr um eine Stunde zurück- bzw. vorgestellt und verursacht so einige Probleme. So klagen viele Menschen über Schlafprobleme, andere haben Stimmungsschwankungen und Konzentrationsprobleme. Letzteres ist besonders problematisch, kam es dadurch in der Vergangenheit doch zu einem Anstieg der Verkehrsunfälle nach der Zeitumstellung. Dies dürfte auch mit den veränderten Lichtverhältnissen und den Problemen mit dem Wildwechsel zusammenhängen. Rehe und andere Tiere, die in den Morgenstunden unterwegs sind, kennen keine Zeitumstellung und stellen dadurch eine große Gefahr für Verkehrsteilnehmer dar.
Nicht zuletzt ist das jährliche Uhrenstellen auch mit einigem Aufwand verbunden. Funkuhren stellen sich zwar selbst, doch Armbanduhren, elektronische Geräte und Handys müssen unter Umständen selbst gestellt werden – und das zweimal im Jahr. Dennoch hat die Zeitumstellung auch ihre Vorteile.

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Zeitumstellung: Hat sie auch Vorteile?

Als sie eingeführt wurde, sollte die Zeitumstellung in erster Linie Strom sparen. Auch wenn dies aus unterschiedlichen Gründen nicht funktioniert hat, so hat die Umstellung der Zeit dennoch ein paar Vorteile. Im Sommer etwa, wird es durch die zusätzliche Stunde erst nach 21 Uhr dunkel, womit das Sonnenlicht besser genutzt werden kann. Dasselbe gilt für den Winter, wenn die verlorene Stunde es morgens eine Stunde früher heller macht. Nicht zu vergessen die weihnachtliche Vorfreude, die mit der Umstellung der Uhr einhergeht.
Vorteile hat die Zeitumstellung auch für die Tourismusbranche, die vor allem vom Tageslicht und den angenehmen Außentemperaturen profitiert.
Die Zeitumstellung hat also durchaus ihre Vorteile, auch wenn diese zumeist keinen praktischen Nutzen haben. Eine Abschaffung des halbjährlichen Uhrenstellens ist deshalb auch gar nicht unwahrscheinlich.

Wird die Zeitumstellung abgeschafft?

Russland hat es 2014 vorgemacht und Deutschland und die Schweiz wollen bald nachziehen. Damit dies gelingt, wurden verschiedene Studien vorgelegt, aus denen hervorgeht, dass rund drei Viertel der Bevölkerung gegen die Zeitumstellung sind. Auch eine Langzeitbeobachtung der Krankenkassen, aus der ein Anstieg der Herzbeschwerden nach dem Wechsel von Winter- auf Sommerzeit hervorgeht, soll zur Abschaffung der leidigen Tradition beitragen. Es bleibt also abzuwarten, ob Schlafstörungen und andere damit verbundene Probleme bald der Vergangenheit angehören.

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