Der unsichtbare Gorilla und ähnliche psychologische Fallen

There are three things extremely hard: steel, a diamond, and to know one’s self.”

― Benjamin Franklin

Gehört ihr eher zu den Menschen, die aufmerksam sind und ihre Umgebung genau wahrnehmen, oder entgeht euch ab und zu etwas? Könnt ihr euch gut konzentrieren und erreicht damit eure Ziele, ohne dass ihr etwas Wichtiges dabei vergesst? Lasst ihr euch auf etwas Neues ein oder könnt ihr dafür den Kopf nicht freibekommen? Dann schaut euch einmal das als The Invisible Gorilla bekannt gewordene Experiment an und überlegt euch, zu welchen Menschen ihr gehört.

Pläne schmieden!

To-Dos, Bucket-Lists und 5-Jahres-Pläne gehören heute einfach dazu. Das eine sind Dinge die erledigt werden müssen, das anderen Dinge, die man gern erledigen würde. Dazu kommen die langfristigen Ziele in Form von Plänen. Man überlegt, was sich alles ändern sollte. Man macht Listen, was man erreichen will.

Viele Ziele / Pläne scheitern aber daran, dass man sich in eine psychologische Falle begibt, sobald man versucht, etwas ganz richtig und mit 100 Prozent Einsatz zu machen. Dann könnte es nämlich sein, dass ihr euch so sehr auf etwas konzentriert, dass ihr im wahrsten Sinne voll aus dem Fokus fallt. Motivation ist dabei gar nicht mal so sehr der ausschlaggebende Punkt, wenn man etwas durchhalten möchte. Viel mehr geht es um unterbewusste Weisheiten, die man einfach verinnerlicht hat und die sich nicht so einfach löschen lassen.

Wer sich auf die falschen Dinge fokussiert, sieht die wichtigsten Dinge im Leben nicht.

Der unsichtbare Gorilla

Sehen heisst nicht auch wahrnehmen, erläutert der US-Professor Dan Simons. Er hat vor zehn Jahren für die bekannte Universität Havard gemeinsam mit seinem Kollegen Christopher Chabris ein interessantes Experiment durchgeführt: The Invisible Gorilla – der unsichtbare Gorilla. Es ging dabei um die so genannte Unaufmerksamkeitsblindnis. Für ihre Entdeckung, wie Menschen ihre Umgebung wahrnehmen wenn sie sich auf etwas bestimmtes fokussieren, haben die beiden Psychologen den Ig-Nobelpreis erhalten, einen alternativen Anti-Nobelpreis für kuriose Forschungen.

Worum es bei dem „Invisible Gorilla, – Der unsichtbare Gorilla“ geht, erläutert Simons in einem kurzen Video:

Darum ging es: Kurz gesagt fiel gut die Hälfte der Probanden auf die Aufgabenstellung herein. Sie beobachteten, wie oft die Basketballspieler einen Pass spielten und übersahen dabei einen großen Gorilla, der durch das Bild lief und ihnen zuwinkte. Übertragen auf andere Lebensbereiche zeigt das, wie wenig man sich eigentlich auf seine Wahrnehmung verlassen kann. Es könnte also sein, dass ihr während ihr an euren neuen Zielen und Plänen arbeitet, etwas ganz Offensichtiges ausser Acht lasst. Wer diese psychologische Falle kennt, kann sie auch für sich zu Nutze machen.

Denn statt das Offensichtige zu tun, kann es manchmal besser sein, Nebenaufgaben zuerst heran zu ziehen und andere Wege zu beschreiten, um ein Ziel zu erreichen.

Aus den Konsequenzen des Experiments haben Simons und Chabris ein Buch mit dem Titel The Invisible Gorilla (auf Deutsch als Der unsichtbare Gorilla erschienen) herausgegeben. Das Buch enthält viele neue Denkansätze, um sich nicht von seinem Gehirn austricksen zu lassen.

Was plant ihr für das kommende Jahr?

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