Neuer Skandal: Glyphosat in Damenbinden und Tampons

Glyphosat ist das weltweit meistverbreitete Pflanzenschutzmittel. Obwohl seine schädlichen Auswirkungen bereits in vielen Studien nachgewiesen wurden, verwenden es Landwirte und Konzerne weltweit ungehemmt. Sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein. Auch in Schweden wird es als krebserregend bewertet. Kaum verständlich, dass das Deutsche Bundesamt für Risikobewertung (BfR), das Schweizer BLW (Bundesamt für Landwirtschaft) und die BLV (Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen) die Chemikalie immer noch als unbedenklich bewertet.

Was ist Glyphosat?

In der neuesten Studie des argentinischen Forschers Dr. Damien Marino von der Universität La Plata wurde bei 85 Prozent der untersuchten Binden und Tampons Glyphosat gefunden. Die Testartikel stammten aus Apotheken und Lebensmittelgeschäften der Umgebung. Das Pflanzenschutzmittel Glyphosat ist in der Landwirtschaft extrem verbreitet. Es wird für die Unkrautvernichtung eingesetzt und ist besonders für genmanipulierte Pflanzen gebräuchlich, da diese weniger widerstandsfähig sind. Es vergiftet unsere Böden, lagert sich auf Getreide und Gemüse ab und da es wasserlöslich ist, finden wir es in allen Pflanzenzellen. Glyphosat ist unter verschiedenen Handelsnamen auf dem Markt, beispielsweise als „Round Up“, und wird von Monsanto hergestellt. Die meisten Konsumenten sind der Meinung, man könne das Gift von Früchten und Gemüse abwaschen und sich somit vor einer Belastung schützen. Leider ist dies nicht der Fall, denn es befindet sich tief im Inneren der Pflanzen. Von hier gelangt es in die Nahrungskette oder über die Haut in den menschlichen Organismus. In den USA konnte man es sogar in der Milch stillender Mütter nachweisen.

Wie ist es möglich, dass Tampons mit Glyphosat belastet sind?

Die meisten Frauen sind für die Erfindung von Tampons, die es seit 65 Jahren gibt, sehr dankbar. Niemand hätte jemals vermutet, dass sie Spuren von Unkrautvernichtungsmittel enthalten können. Eigentlich weiß kaum eine Anwenderin ganz genau, woraus Tampons und Binden gemacht sind und welche Inhaltsstoffe sich darin verbergen. Grund: Diese Hygieneartikel sind von einer Kennzeichnungspflicht ausgeschlossen. Ihre hygienische Verpackung lässt uns hingegen annehmen, dass sie unbedenklich und keimfrei sind. Doch auch in den Folien können sich Formaldehyde verstecken. Glyphosat gelangt bereits auf dem Feld direkt in die Baumwolle.

Baumwollplantagen nutzen Glyphosat in rauen Mengen und sind die Übeltäter Nr. 1, denn sie versprühen die meisten Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft auf der Erde. 85 % der weltweit angepflanzten Baumwolle ist genmanipuliert. Zusätzlich wird sie mit zahlreichen Chemikalien behandelt. Für 5,7 Millionen ha Anbaufläche werden in den USA 350.000 t des Herbizides „Rond up“ verwendet. Was so harmlos klingt, ist reines Gift und nachweislich krebserregend. Der Hauptbestandteil dieses Unkrautvernichtungsmittels ist Glyphosat. Da die Chemikalie wasserlöslich ist, wird sie direkt in den Pflanzenzellen eingelagert.
Nun ist die weibliche Scheidensschleimhaut besonders aufnahmefähig. Die Giftstoffe gelangen beim Einführen eines Tampons direkt in den Blutkreislauf. Zusätzlich sind die chemischen Bleichmittel für Erkrankungen wie Allergien, Hormonveränderungen und verminderte Fruchtbarkeit verantwortlich. Es kommt zu einer schleichenden Vergiftung.

Welche Alternativen gibt es?

Kritische Verbraucherinnen sollten ersatzweise Hygieneartikel aus reiner Biobaumwolle verwenden. Unbedenklich sind auch Softtampons aus Naturschwamm oder Schaumstoff. Damenbinden gibt es ebenfalls aus biologischem Baumwollstoff. Eine weitere Alternative sind sogenannte Menstruationstassen, deren Anwendung jedoch etwas unpraktisch ist.

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  1. Mel

    28. März 2016 um 12:08 Uhr

    Die Tassen sind überhaupt nicht unpraktisch, man braucht einfach ein bisschen Übung. Zudem spart man immens viel Geld und produziert keinen Abfall mehr. Bitte unbedingt informieren und in Erwägung ziehen Ladies. 😉

  2. […] Wer seine Menstruation kriegt und Produkte wie Tampons, Binden und Co. verwendet, gibt nicht nur unglaublich viel Geld pro Monat aus (30 Stück kosten gerne 5 CHF), sondern befindet sich auch in einer Abhängigkeit von dessen Hersteller. Wer auf die konventionelle Variante zurückgreift, läuft außerdem auch noch Gefahr, schädliche, krebserregende Stoffe in sich einzuführen. Mehr Informationen dazu findest du hier: https://www.gesundleben.ch/entdecken/neuer-skandal-glyphosat-in-damenbinden-und-tampons/ […]

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