Petition gegen Lebensmittelverschwendung

Der WWF Schweiz hat eine Petition gegen Lebensmittelverschwendung mit über 20’000 Unterschriften eingereicht. Die Petition fordert Parlament und Bundesrat auf, der Schweiz ein offizielles Ziel zur Reduktion der Lebensmittelverluste zu setzen (wir berichteten). Bis 2025 sollen diese nun um 50 Prozent reduziert werden. Passend dazu gab es für die Parlamentarier auf dem Bundesplatz vom WWF ein Häppchen aus Lebensmitteln, welche sonst weggeworfen worden wären.

„Spitzenreiteiter beim Food Waste ist die Kartoffel: Zwei von drei Kartoffeln (66%) schaffen es nicht auf unsere Teller, sondern gehen innerhalb der Wertschöpfungskette verloren.”

Ein Drittel aller Lebensmittel wird verschwendet. Für die Schweiz bedeutet dies rund zwei Millionen Tonnen einwandfreier Lebensmittel, die nicht auf unseren Tischen landen. Im Gegensatz zu Ländern wie Deutschland, Frankreich oder Österreich hat die Schweiz noch keine Ziele zur Reduktion dieser Lebensmittelverluste festgelegt. Der WWF hat deshalb im Oktober eine Petition gegen Food Waste lanciert. Sie fordert eine 50-prozentige Reduktion der Lebensmittelverluste bis 2025.

20‘332 Personen unterschrieben diese Petition innerhalb von nur knapp acht Wochen. Sie setzen damit ein deutliches Zeichen und verlangen, dass sich Parlament und Bundesrat mit der Food Waste-Problematik beschäftigen. Als symbolisches Zeichen übergab der WWF heute den Parlamentariern auf dem Bundesplatz Essens-Häppchen, für welche Lebensmittel verwendet wurden, die nicht mehr verkaufsfähig waren – ganz im Sinne der Vermeidung von Food Waste.

Gigantischer Verschleiss an wertvollen Ressourcen

„Damit die Lebensmittelverluste massgeblich reduziert werden können, müssen sich Produzenten, Verarbeiter, Detailhandel und Konsumenten einem gemeinsamen Ziel verpflichtet fühlen“, sagt Jennifer Zimmermann von der WWF Schweiz. Und fügt an: „Eine Reduktion der Lebensmittelverluste ist dringend nötig, um den gigantischen Verschleiss an wertvollen Ressourcen zu stoppen.“ Denn neben dem ethischen Aspekt – weltweit leiden über 800 Millionen Menschen Hunger – sind auch die ökologischen Folgen gravierend: Jedes produzierte Lebensmittel braucht Boden, benötigt Energie und produziert Treibhausgase in der Herstellung, beim Vertrieb und in der Entsorgung.

[grey_box]Feldinstallation 2014Lesetipp: #STOPPFOODWASTE – NEUE PETITION GEGEN LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG
WWF ruft in einer neuen Aktion zum Umdenken und Handeln auf: Unter dem Hashtag #Stoppfoodwaste startet die Kampagne auf in Social Media, um über die Verschwendung von Lebensmitteln aufzuklären. (weiterlesen)[/grey_box]

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