Regeneration von verletztem Rückenmark geglückt

Ärzte in Polen haben es erstmals geschafft, ein Patienten mit verletztem Rückenmark zu behandeln. Der Patient Darek Fidyka war seit einer Messerattacke vor vier Jahren von der Brust abwärts gelähmt. Nun kann er sich mit einer Gehhilfe wieder selbst fortbewegen und die Beine langsam voreinander setzen.

Geglückt ist das durch eine neuartige Therapie, bei der britische Forscher Nervenzellen aus der Nase ins verletzte Rückgrat eingesetzt haben. Wie das Fachjournal „Cell Transplantation“ berichtet, haben die Zellen die beschädigten Stränge repariert. Einer der beteiligten britischen Wissenschaftler nannte den Erfolg „beeindruckender als ein Mond-Spaziergang“.

De Patient sieht es genauso. „Es ist wie eine Wiedergeburt, es ist ein unglaubliches Gefühl. Wenn Du die Hälfte Deines Körpers nicht spüren kannst, bist Du hilflos, verloren“, sagte Darek Fidyka in einem Interview mit dem britischen Rundfunk BBC. „Wenn es beginnt, zurückzukommen, fühlst Du Dich, als würdest Du Dein Leben noch mal von vorne beginnen.“ Die Therapie lässt die Nervenzellen erneut wachsen. Dazu wurden Zellen des Geruchssinns ins Gewebe oberhalb und unterhalb der verletzten Stelle im Rückgrat verpflanzt.

Die Behandlung gilt als Durchbruch. Mit ihrer Methode hatte das Team aus Großbritannien nun zum ersten Mal Erfolg ausserhalb des Labors bei einem Menschen. Die Methode war zuvor an Tieren entwickelt worden.

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