Wie innen so aussen, wie aussen so innen

Kosmetikprodukte blicken auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück. Die grosse Cleopatra ging nie ungeschminkt aus ihrem Haus beziehungsweise ihrer Pyramide und Louis XIV, der sogenannte Sonnenkönig, war eigentlich vielmehr eine lebende Parfümwolke. In Patrick Süsskinds „das Parfüm“ haben wir den tödlichsten Duft kennengelernt und Coco Channel wurde mit dem No. 5 zur Ikone. Der Ruf nach Schönheitsprodukten – ob Cremen, Mascaras oder feinen Düften – ist ungebrochen und von Alaska über Peking bis Nairobi zu hören.

Unterschieden wird zuweilen zwischen klinischer Kosmetik und dekorativer Kosmetik. Zur Letzteren gehören auch die Parfumeure, welche heute als Rockstars der Beauty-Industrie gefeiert werden. Kaum eine grosse Kosmetikmarke hat in ihrer Karriere nicht mit einem Top-Model oder einem Hollywoodstern geworben. Wir wollen schön sein und greifen dafür auch gerne tief in die Tasche. Aber was streichen und sprühen wir uns eigentlich andauernd auf unsere Haut, die immerhin als unser grösstes Organ betrachtet werden kann? Fragt man Dr. Jürgen Klein, der gerade mit seiner neuen Marke JK7® Luxurious Natural Skin Care für Furore sorgt und bereits im Entwicklungsteam von Dr. Hauschka mitgearbeitet hat, erhalten wir ein eindeutiges Verdikt: Gift! Tatsächlich greift die Presse immer wieder Themen auf, die von krebserregenden Inhaltsstoffen handeln.
Wie bei Lebensmittelverpackungen finden wir auch bei Kosmetikprodukten sämtliche Inhaltsstoffe auf der Verpackung. Aluminium Sterate, Magnesium Sulfate, Citric Acid, Paraffin Liquidum. Ohne universitäre Ausbildung im Bereich Chemie verstehen die meisten Menschen nur Bahnhof. Im Internet findet wir wie so oft eine lösende Erklärung: Aluminium Sterate ist ein unschädlicher Farbstoff. Magnesium Sulfat ist eine natürliche Salzart. Zitronensäure – unbedenklich. Paraffinum Liquidum gleich Erdöl. Moment mal. Wir betupfen unseren Körper mit Erdöl? Baden unsere Kinder in Benzin?
Eine erweitere Aufklärung bietet die Stiftung zur Förderung der Hautgesundheit, die die Seite www.cosmeticanalysis.com betreibt.
So analysiert sie regelmässig Hautpflegeprodukte und stellt die Resultate online. Das durch Farben unterstützte Smileysystem verschafft einen klaren Überblick, welche Inhaltsstoffe gut und welche böse sind. Bei einer kostenpflichtigen Registrierung erhält man zudem Einblick in die gesamte Datenbank und kann alle seine liebsten Kosmetik – und Pflegeprodukte analysieren lassen und herausfinden, ob sich schädliche Stoffe darin befinden.

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Bei einem Heizofen mögen chemische Erdöle noch halbwegs Sinn machen, aber was veranlasst die Industrie ebendiese in Körperlotions und Hautmasken zu pumpen? Mineralöle bieten einige Vorteile, da sie sehr leicht zu verarbeiten sind und im Gegensatz zu pflanzlichen Ölen nicht ranzig werden können. Und natürlich sind sie viel kostengünstiger als natürliche Trägeröle wie beispielsweise Olivenöl oder Kokosöl.
Alles halb so schlimm, seit Paracelsus wissen wir, dass es auf die Dosis ankommt und in den einzelnen Produkten nur verschwindend wenig der Substanzen drin ist. Öffnen wir allerdings den Kosmetikschrank einer Schweizer Frau, finden wir durchschnittlich mehr als als 15 verschiedene Pflege – und Schönheitsprodukte. Der Giftpegel in uns steigt von Dusche zu Gesichtsmaske, von roter Lippe zu Pedicure. Haushaltsreinigungsprodukte sind im Übrigen keinen Deut besser und oftmals noch schwer schädlich für die Umwelt.
Somit können sich also nur reiche Menschen Naturkosmetik leisten? „Natürliche Qualität muss nicht teuer sein“, so Klein, der schon vor 30 Jahren als Bio-Chemiker für die strenge Einhaltung der natürlichen Rezepturen bei Dr. Hauschka/Wala mitverantwortlich war. Auch die amerikanische Firma Dr. Bronner’s produziert nach wie vor Kosmetikartikel auf pflanzlicher Basis. Statt zigtausend Franken teure und hochwirksame Rosen – und Jasminöle, wie Klein sie heute verwendet, greift man bei Dr. Hauschka und Dr. Bronners nach wie vor auf günstigere, aber ebenso wirksame Alternativen wie Lavendel und Zitrone zurück. Was allen natürlichen Inhaltsstoffen gleichbleibt, ist die Verträglichkeit mit dem menschlichen Organismus sowie die Kräfte der Pflanzen, die von Wundheilung bis zur Schmerzlinderung gehen. Nicht zu vergessen, die Haut isst mit. Oder frei nach der alchemistischen Faustregel „Wie innen so aussen, wie aussen so innen“.

Manch eine grosse Kosmetikfirma beschäftigt heute gleich viele Anwälte wie Wissenschaftler. Das Geschäft mit der Chemie ist gefährlich, zumal dem Kunden viel vorenthalten bleibt. In diesem Sinne: Lesen sie heute den Packungszettel mal etwas genauer und glauben sie nicht alles, was die Industrie ihnen vorgaukelt.

www.dr.hauschka.com
www.drbronner.ch
www.jk7skincare.com
www.cosmeticanalysis.com

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