WORMUP – die neue Art des Kompostierens

Ein wahrer Traum und paradiesische Zustände für alle Kompostwürmer dieser Erde könnten Wirklichkeit werden. Das Crowdfunding-Projekt von Team WORMUP läuft gerade auf Hochtouren und bittet herzlichst um Unterstützung. Doch was steckt eigentlich hinter der Idee, in der wahrhaftig der Wurm steckt, und welche Vorteile ziehen ihre Unterstützer konkret daraus?

Guten Appetit: 5-Sterne-Absteige für den Wurm

Kochabfälle landen nur all zu oft im gewöhnlichen Hausmüll und kurz darauf im übel riechenden Kehrrichtsack. Komposter gibt es schon eine ganze Weile, nur fehlt es dem praktischen Konstrukt eventuell an dem nötigen Kick Popularität oder gar Handlichkeit. Anders ist es kaum zu erklären, warum immer noch so viele Menschen nicht die Vorzüge frischer Gartenerde zu schätzen wissen. Geht es nach den Leuten von Projekt WORMUP, soll dies sich in Zukunft ändern. Eine kompaktes System für zu Hause, das Büro oder auch für einfache Wohnungen, die diesen Zweck erfüllt, wäre genau das Richtige. Einfach Würmer einladen, diese mit frischen Abfällen aus der Küche versorgen und schon nach wenigen Monaten bedanken sich die Gäste mit frischem, nährstoffreichen Humus. Das Ganze geht dank optimaler Umweltbedingungen in der hochwertigen Herberge recht zügig vonstatten. Wer sich wohlfühlt, der haut kräftig rein – und wer ordentlich frisst, der produziert auch viel Mist. Weg von dem Kehrrichtsack hin zu einer kleinen Erdenschmiede, die frisch aufs Tablett edelste Erde für Ihren Garten liefert.

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Alles Gute kommt von oben

Ist ein Komposter wirklich den ganzen Trubel wert? Zugegeben, vielleicht erfindet WORMUP das Rad nicht gänzlich neu, sorgt aber für ein höchst interessantes sowie gleichermassen handliches Konzept: den Komposter in Tonnenform mit individuellen Stockwerken. Als Hauptwerkstoff setzen die Schweizer bei der Herstellung voll und ganz auf Ton. Mit seinen atmungsaktiven und temperaturausgleichenden Eigenschaften hilft dieser die gute Stube für die Insassen auf angenehmen Temperaturen zu halten. Nicht zu heiss und nicht zu kalt soll es sein. Das clevere Schichtensystem teilt den WORMUP dabei in drei Etagen auf, die durch kleine Löcher eine Verbindung zueinander unterhalten. Diese lassen sich separat entnehmen und garantieren einen direkten Zugriff auf das schwarze Gold eines jeden Pflanzenliebhabers. In der oberen Tonpfanne landen die neusten Überbleibsel der letzten Kochsession. Würmer mögen einfach alles Organische, nur Speisereste, rohes Fleisch und Zitrusfrüchte stossen ihnen sauer auf. Deren bevorzugter Aufenthaltsort liegt jeweils nahe am frischen Futter. Dieses befindet sich bei einem neuen System zunächst im unteren, nach dem Aufstocken dann im mittleren, respektive nach einem weiteren Aufstocken im obersten Teil des WORMUP-Komposters. Die Würmer wandern somit von Etage zu Etage immer der Futterquelle nach. Sind sie ganz oben, ist der Humus, entstanden durch die abgeschlossene Zersetzung von bevorzugten Wurmspeisen im untersten Stockwerk erntereif. Für die Pflanzen im Garten gibt es keinen besseren Dünger. Nach der Entnahme ersetzt die nun leere Pfanne einfach den Platz im oberen Stockwerk – ein Wechselspiel, das perfekt auch den natürlichen Kreislauf durch die Umwandlung im Inneren widerspiegelt.

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Pflegeleichter Wurmpalast

Ekelhaften Geruch gibt es nur durch Fäule, die durch bestimmte Mikroorganismen eingeleitet wird. Bevor es dazu kommt, schreiten sogleich die lokalen Hausherren ein und vertilgen diese kleinsten Lebewesen bei ihrem alltäglichen Fressgelage. Ängste vor hungrigen Ausreissern sind zudem vollständig unbegründet. Während eine Ladung frischer Leckereien verarbeitet wird, können ruhig drei Wochen ohne weitere Kontrolle verstreichen. So bleibt genug Zeit für kleine Urlaubsreisen, die Würmer unter diesen komfortablen Lebensbedingungen garantiert nicht für sich in Betracht ziehen. Die bleiben genau da, wo es ihnen gefällt: im WORMUP. Ist der Komposter noch taufrisch, benötigt der eine kleine Aufbauphase zwischen zwei und drei Monaten bis sich eine gesunde Wurmpopulation darin eingenistet hat. Zwar macht sich der Heisshunger der kleinen Bewohner nicht durch schmatzende Geräusche bemerkbar, hinterlässt dafür aber deutliche Spuren durch einen schnelleren Verbrauch der eingefüllten, organischen Abfälle. Eine ausufernde Anzahl von Würmern fällt mit dem Erreichen einer natürlichen Schwelle weg. Bei optimaler Bevölkerungsdichte negieren sich Sterbe- und Reproduktionsrate von selbst. Das natürliche Gleichgewicht regelt diese Angelegenheit also von alleine. Es kommt außerdem nur selten vor, dass ein Wurm länger als 2 Jahre überdauert.

Saftiges Paket für Vorbesteller

Nach einem langen Jahr der Entwicklungsarbeit startet der WORMUP-Komposter nun endlich durch. Alle nötigen Zahnräder von der Produktion bis hin zum Vertrieb wurden in das Uhrwerk des Projektes eingesetzt. Und auch das letzte Glied der Kette, der Käufer als Investor trägt seine Teil tatkräftig bei – bereits 24 Stunden nach Start der Crowdfunding Kampagne waren die Komposter das erste Mal ausverkauft. Die spezielle Packs und Vorzugspreise für die ersten Besteller, darunter Angebote für die Selbstabholung oder für Auslieferung per Post. Starter-Kits, die bereits mit Würmern und Einführung daherkommen, gewähren ohne Verzögerung den Einstieg in die eigene Erdmanufaktur und waren im Nu weg. Wie das Team informierte wird am 02. Mai eine Dritte – vorerst letzte Charge auf der Crowdfunding Platform eingestellt werden. Die nötige Expertise scheint Team WORMUP ohne Zweifel mitzubringen. Andere Projekte, die sich mit der Bio-Entsorgung von Restaurants und Cafés befassen, oder ähnliche Konzepte für Schulen und große Gemeinschaften laufen ebenfalls unter deren Aufsicht. Voraussichtlich im Juli und August rollen die ersten Wurmbehausungen vom Stapel.

www.wormup.ch

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  1. wurmfan

    10. Juli 2017 um 17:36 Uhr

    was passiert eigtl. bei der Konstruktion mit dem Wurmtee ? hab selber eine Wurmbox daheim ( aus Plastikeimern ) und da kommt unten noch zusätzlich sogenannter „Wurmtee“ raus.. da ich selber auch Anfänger bin diese Frage aus Neugier ..

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