10 natürliche Tipps gegen Bluthochdruck

Wenn der Körper innerlich bebt, geht das auf Dauer nicht spurlos an ihm vorbei. Ständiger Bluthochdruck hat seinen schlechten Ruf vollkommen zu Recht. Doch wer frühzeitig vorbeugt, der muss nach einem auffälligen Blutdruckcheck beim Arzt nicht automatisch die nächste Apotheke aufsuchen. Eigeninitiative statt Pillen – klappt das wirklich? Es klappt und ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Diese 10 einfachen Tipps unterstützen Körper und Geist und bringen den Blutfluss wieder ins Gleichgewicht.

1. Auf die Qualität des Schlafes achten

Ein gesunder Schlaf ist essenziell für Leib und Seele. Ohne ausgeglichene Ruhepausen verbringen Menschen zwar viel Zeit im Bett, tanken aber erschöpfte Kraftreserven nicht ausreichend auf – der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement-Schlaf), unsere intensive Traumphase, bleibt auf der Strecke. Ursachen dafür kann es viele geben. Schlechte körperliche Auslastung im Alltag, zu viel und zu ungesundes Essen im Magen hält den Körper unnötig wach oder der allabendliche Fernsehmarathon verwirrt aufgrund des hohen Blaulichtanteils von modernen TV-Geräten die biologische Uhr. Schon fast überflüssig zu erwähnen, dass die Regenerationszeit nicht beliebig gewählt werden sollte. Mutter Natur lässt sich eben nicht so einfach austricksen, wie so manch einer das gerne hätte. Der Körper reagiert auf Sonnenlicht und dessen Abwesenheit um seine Schlafzyklen vorzubereiten. Rechtzeitige Nachtruhe und frühes Aufstehen fördert die Konzentration, stärkt das Immunsystem und bringt den Blutdruck in Schuss

2. Bewegung bringt den Körper auf Trab

Regelmässiger Körpereinsatz treibt nicht nur den Schweiss durch die Poren, sondern ist ebenfalls gut für das ganze Herzkreislaufsystem. Generell nützt jede Art von Bewegung, notfalls tut es auch ein längerer Spaziergang. Besonders hoch im Kurs steht jedoch eine etwas intensivere, körperliche Ertüchtigung, die gerne auch gemeinschaftlich abgehalten werden darf. Wissenschaftliche Studien zeigen klar den Vorteil von regelmäßigem Jogging oder Walking. Bereits zwei Einheiten in der Woche mit 30 Minuten Laufzeit steigern das allgemeine Wohlbefinden und lösen psychische Spannungen. Für eine erfolgreiche Senkung des Bluthochdrucks um bis zu 10 mmHg (systolisch) und 8 mmHg (diastolisch) sind bis zu fünfmal sportliche Betätigung in der Woche ratsam. Arterien und Venen werden durchspült und das Herz darf richtig kräftig durchpumpen, um im Anschluss zu verschnaufen. Generell eignen sich alle Ausdauersportarten, die keines massiven Kraftaufwandes bedürfen: Schwimmen, Laufen oder Radfahren sind exzellente Kandidaten.

3. Bewusster Salzkonsum

Das Salz in der Suppe: Wer richtig Speisen möchte, muss auch für eine ausreichende Geschmacksnote sorgen. Doch schnell ist ein Übermass des Verträglichen erreicht, denn Salz hat einen erheblichen Einfluss auf körperliche Vorgänge. Es entzieht Zellen Wasser und erhöht so das Gesamtvolumen in der freien Blutbahn. Gleichzeitig verführt im Anschluss ein ausgeprägtes Durstgefühl, frische Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Fast schon eine Art Teufelskreis, denn wo mehr ist, muss auch kräftiger gepumpt werden. Gängige Nahrungsmittel aus dem Supermarkt sind heute durchweg gesalzen und Mangelerscheinungen bleiben daher extrem unwahrscheinlich. Der Griff zum Kochlöffel verhilft zu mehr Kontrolle darüber, wie viel von dem ansonsten wertvollen Mineral in den eigenen Körper gelangt. Gewürze und Kräuter bieten hier oft eine hervorragende und nicht weniger schmackhafte Alternative.

4. Essensgewohnheiten ändern

Was für Salz gilt, gilt erst recht für den gesamten Speiseplan. Einseitige, zu fette und zu zuckerhaltige Ernährung bekommt der eigene Organismus schnell zu spüren und verwandelt den Körper und Stoffwechselhaushalt kurzerhand in eine Müllhalde. Ablagerungen an Gefäßwänden stellen dann auf Dauer ein ernst zu nehmendes Risiko für Infarkte dar und lassen den Blutdruck in die Höhe schnellen. Die mediterrane Küche, viel Obst, Gemüse und Salate geben dem Körper alle wichtigen Nährstoffe. Die bekömmlichere Nahrung entlastet die Reinigungsmechanismen und unterstützt zudem den nächsten Großputz in der Blutbahn. Erste Erfolge zeigen sich bereits nach wenigen Wochen.

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5. Raus aus dem Alltagstrott

Mal wieder einen ruhelosen, aufreibenden Alltag hinter sich gebracht? Einmal am Tag hat jeder Mensch seine persönliche Bluthochdruckspitze, was gesundheitlich absolut unbedenklich ist. Permanente Alarmbereitschaft für Arbeit und Familie reizt die Bündel des vegetativen Nervensystems aber aufs Höchste. Um diesen Status aufrecht zu erhalten, produziert der Körper die passenden Hormone. Eine Konditionierung in dieser Richtung hat daher unerfreuliche Auswirkung auf das körperliche Wohl, aber mit einfachen Mitteln kann der andauernde Druck effektiv gedämpft werden. Die goldene Regel lautet, mehr Zeit für sich selbst zu nehmen. Ein neues Hobby, entspannende Yoga-Techniken, vielleicht ein kleiner Powernap zur Mittagszeit oder eine unterhaltsame Lektüre zur Ablenkung von den Aufgaben des Alltags wirken hier oft Wunder.

6. Stress ohne Ende – muss das wirklich sein?

Stress gibt es nicht nur in der physikalischen Variante, nein, auch der Geist kennt seine Grenzen und lässt bei zu starker Beanspruchung früher oder später auch den Körper an seiner Gereiztheit teilhaben. Konflikte auf der Arbeit mit Chef und Kollegen tragen häufig einen gewichtigen Anteil daran. Sorge und Rivalitäten in der Familie und der näheren Bekanntschaft fallen ebenfalls darunter. Problemen aus dem Weg zugehen befreit niemanden aus diesem Dilemma und verlagert unangenehme Gefühle nur kurzfristig. Als viel wirkungsvoller erweist sich ein bestimmter sowie gelassener Umgang mit den sozialen Kontakten. Nicht jede Streiterei sollte gleich auf der Goldwaage landen, dafür hilft es bereits enorm, den Tag gemütlicher aber dafür aufmerksamer anzugehen. Ein paar Gedanken darüber, was wirklich im Leben eines einzelnen zählt, können wichtige Hinweise liefern, um Stresssituationen in Zukunft aus einer völlig neuen und schonenderen Perspektive entgegenzutreten

7. Adieu Koffein, Nikotin und Saufgelage

Obwohl es gerne überhört wird, steht dieser Ratschlag hier genau an der richtigen Stelle. Zigarettenqualm ist nicht nur der Erzfeind jeder Lunge, sondern schädigt über Jahre hinweg konsequent die Blutgefässe. Ein zu hoher Blutdruck aufgrund der Stimulation des vegetativen Nervensystems durch Nikotin oder zu viel Alkohol gehört zu deren typischen Nebenwirkungen. Auch der beliebte Kaffee treibt bei zu intensivem Konsum ein böses Spiel. Das darin enthaltene Koffein blockiert Adenosin-Rezeptoren, die normalerweise dem Körper das wichtige Signal zur Entspannung geben. Zwar erhöht dies Konzentration und Aufmerksamkeit, strengt den Körper langfristig aber an.

8. Der Speck muss weg

Zu viele Pfunde stehen niemandem gut und einen besonders hohen Nutzen für die Gesundheit wird dem Übergewicht auch nicht gerade nachgesagt. Früher war der konkrete Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Bluthochdruck zwar bekannt, die genaue Ursache blieb jedoch lange im Dunkeln. Heute steht fest: Insulin baut nicht nur Zuckermoleküle im Blut ab, sondern senkt leider genauso den Anteil an natürlichen Gegenspielern zu hohen Blutdrucks wie den Botenstoff APN. Häufig geht Dickleibigkeit auf einen zu starken Zuckerkonsum zurück, worauf der Körper mit erhöhter Ausschüttung von Insulin reagiert. Eine Umstellung der Ernährung und Diät versprechen Besserung.

9. Liebe beugt Gefäßschäden vor

Zwischenmenschliche Zuwendung und ein ausgeprägtes Liebesleben lässt das Herz höher schlagen und reguliert gleichzeitig den Blutdruck. Erfahrungsgemäss hat eine Umarmung besonders in aufgeregten Situationen eine sehr beruhigende Wirkung. Verantwortung tragen dafür körperliche Schlüsselprozesse, die durch einfache Berührung oder das Durchleben einer liebestrunkenen Nacht mit dem Partner ausgelöst werden. Neu ausgeschüttete Hormone gewinnen die Überhand und senken den Cortisonspiegel im Blut, was sich nebenbei günstig auf den Blutdruck auswirkt. Rücksichtsvolle, sozial abgesicherte und liebende Menschen leben also gesünder.

10. Rotwein, Traubensaft und Nüsse als natürlicher Schutzschild

Quasi als natürliches Medikament und absolut rezeptfrei zu erhalten, lässt vor allem Rotwein seinen positiven Einfluss auf das Kreislaufsystem wirken. Polyphenole
und andere Antioxidantien sind eine echte Wohltat für die Gefäßwände, schützen vor Ablagerungen und angeblich sogar vor Krebs. Aber Vorsicht: Wer zu tief ins Glas schaut, konterkariert den erhofften Nutzen schnell durch eine Überdosis Alkohol. Gegen einen gelegentlichen Tropfen ist jedoch nichts einzuwenden. Auch roter Traubensaft besitzt viele dieser nützlichen Stoffe. Nüsse gehören hingegen zu den recht fettigen und kalorienhaltigen Knabbereien, zeichnen sich aber durch eine hohe Konzentration an ungesättigten Fettsäuren sowie Magnesium aus. Beides hat einen beruhigenden Effekt auf das Kreislaufsystem und führt zu stark wallendes Blut wieder in ruhigere Gewässer zurück – also ein lohnenswerter Snack für zwischendurch.

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