Stressiger Montag? So lasst ihr den Arbeitsfrust hinter euch

Das Wochenende war ja so schön – aber viel zu kurz. Der erste Arbeitstag der Woche hingegen hat nicht zu unrecht einen schlechten Ruf. Heute ging es wieder einmal komplett drunter und drüber.

Aber auch abseits vom „Montags-Feeling“ kennen wir alle dieses dumme Gefühl, wenn Hektik und Stress Oberhand gewinnen. Eine Studie, beauftragt vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO im Jahr 2010 zeigte, das allein 26.6 Prozent der Umfrageteilnehmer häufig oder sehr häufig Stress am Arbeitsplatz zu erleben. Regelmässigen, belastenden Stress kennen vier von fünf Angestellte. Die jährlich entstehenden Kosten von Stress an schweizerischen Arbeitsplätzen wurden auf mindestens 4 Milliarden Franken geschätzt. Eine neuere Untersuchung geht sogar von 5.6 Milliarden Franken aus. Die grössten Stressauslöser waren demnach Unterbrechungen der Tätigkeit, ungelöste Spannungen und Konflikte, eine erdrückende Arbeitsmenge und mangelndes echtes Feedback inklusive Anerkennung und konstruktive Kritik.

[grey_box]Downloadtipp: Die Kosten des Stresses in der Schweiz, 2003 (PDF)[/grey_box]

Das Problem mit den Hormonen

Unser Körper reagiert auf Stress in vielerlei Weise. Neben den seelischen Auswirkungen zeigen sich vor allem deutliche körperliche Signale. Abschalten nach Feierabend können die wenigsten so richtig. Entweder wir haben es erst gar nicht gelernt, oder die Adrenalin- und Cortisol-Ausschüttung hält einen davon ab, zur Ruhe zu kommen. Wir geben euch einfach umzusetzende Tipps, wie ihr den Arbeitsfrust hinter euch lasst!

COMMUTING

Der Weg von der Arbeit nach Haus ist zu 99 Prozent Stress. Falls ihr im Auto sitzt, kommt ihr in den Stau. Fahrt ihr mit der Bahn, ist die überfüllt, verspätet oder dreckig. Der Heimweg hat viel Potential, einem erst so richtig den Feierabend zu verderben. Man ärgert sich aber nach einem besonders anstrengenden oder stressigen Tag besonders gern über seine Mitmenschen, das Wetter oder den Verkehr. Der Tipp heisst daher: Blendet das alles aus! Seit ihr im Auto, hört einfach eure Lieblingsmusik und konzentriert euch darauf. Wer genügend Disziplin hat, kann auch mit chilligen Songs den Kopf frei bekommen – doch achtet noch auf den Strassenverkehr.

Sitz ihr in der Bahn, hilft die Umgebungslautstärke perfekt für ein paar Minuten den Alltag zu vergessen. Schliesst die Augen und versucht, zu meditieren.

So kommt ihr definitiv relaxter zuhause an!

Das klappt übrigens auch anders herum ganz fantastisch. Startet den Tag doch einfach einmal mit einer kurzen Meditation auf dem Weg zu Arbeit. Ihr werdet sehen, wie entspannt und voller frischer Energie ihr in den Arbeitstag startet! Denkt nicht schon auf dem Fahrtweg an die anstehenden Projekte, Kunden und Aufgaben.

PS: Falls es von der Entfernung her kein Problem darstellt, versucht doch einmal den Weg zur Arbeit mit dem Velo zurückzulegen. Fahrt aber eher langsam und macht kein Rennen, das führt nur zu Stress und Aggressionen.

DAHEIM

Zuhause den Frust rauslassen: Daheim sollte die oberste Priorität sein, so schnell wie nur möglich den Arbeitsalltag hinter sich zu lassen. Nur so setzt die verdiente Erholung ein.

Falls der Arbeitstag wirklich Probleme mit sich brachte, ist es dann meist am besten, sich das ganze schnell von der Seele zu reden. Dazu benötigt man aber einen guten Zuhörer. Und Vorsicht vor Betriebsgeheimnissen! Nicht jeder ist gleichgepolt – vielleicht hilft euch ein Gespräch, vielleicht auch nicht. Das muss man ausprobieren. Zuvor sollte man sich feste Regeln setzten, zum Beispiel das Gespräch auf 10 Minuten begrenzen. Außerdem ist es wichtig, so objektiv wie es nur geht zu sein und sich keine Ausflüchte zu suchen. Anschliessend muss man rigoros Ab stand nehmen und sich dazu zwingen, die Gedanken fortzuschieben. Denn Stress auf der Arbeit löst ihr mit euren Kollegen auf der Arbeit besser.

Zum Kopffreibekommen hilft immer Sport oder ein einfacher Spaziergang an der frischen Luft. Beides regt dann auch noch die Synapsen an und bringt euch auf neue Gedanken! Sport ist zudem als schneller Cortisol-Abbauer bekannt, so entflieht ihr dann auch den hormonellen Hindernissen für einen entspannten Feierabend.

Um auch auf der Arbeit selbst nicht in die Stressfalle zu tappen, haben wir am Mittwoch weitere Tipps für euch parat!

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  1. […] und beim Coaching. Dr. Kabat-Zinn gibt in den USA unter anderem Kurse für Manager, um diesem potentiell stressreichen Berufszweig einen Ausweg zu […]

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