Symptome, die auf eine Übersäuerung des Körpers hinweisen

Von Natur aus besitzt der Mensch mit einem pH-Wert von 7,4 ein leicht alkalisches Milieu in der Blutbahn. Dieses dient als Fundament für zahlreiche Stoffwechselprozesse und schmiert wie Öl ein mechanisches Getriebe. Strauchelt der Säure-Basen-Haushalt des menschlichen Körpers und gerät dieser aus dem Gleichgewicht, lauern gesundheitliche Konsequenzen in zeitlich unmittelbarer Nähe. Markantes Anzeichen für Probleme dieser Art sind Krankheitssymptome, die durch oberflächliche, medizinische Tests nicht zum Vorschein kommen. Bei Therapieversuchen mit gängigen Arzneimitteln bleibt die herbeigesehnte Gesundung aus und die ungewollten Resultate hinterlassen zunächst oft ratlose Gesichter. Ständig wiederkehrende Beschwerden unterschiedlichster Ausprägung könnten in einer Übersäuerung des Körpers begründet sein. Denn eine saure Umgebung ist nicht nur äusserst aggressiv und stört den Körperstoffwechsel auf das Stärkste, sondern auch einige schädliche Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze profitieren von diesem Milieu und fühlen sich in derartigem Klima pudelwohl. Deren Treiben stösst Betroffenen durch eine ausgesprochene Hartnäckigkeit bezüglich der Symptomatik böse auf. Gegenmassnahmen gestalten sich denkbar einfach, erfordern aber auch einen guten Schuss an Disziplin.

Die Ernährung ist der Schlüssel

Saure Leckereien gehen nicht zwangsläufig mit einem entsprechend negativen Einfluss auf den pH-Wert des Körpers einher. Doch wer oder was zeichnet sich stattdessen federführend bei einem zu saurem pH-Wert? Tatsächlich trägt eine sehr zuckerhaltige Ernährung – auch mit übermässig vielen tierischen Fetten – die Schuld an der Misere. Nicht einmal ein Überschuss an Kohlenhydraten ist der Grund, nein, die sogenannten schnellen, raffinierten Zucker stehen hier in der Verantwortung. Das was von der Mundhygiene und dem Zahnarzt längst bekannt ist, gilt auch für den Grossteil des Blutkreislaufes: Nach der Metabolisierung von Zuckermolekülen entsteht gefährliche, zersetzende Säure. Während der regelmässige Griff zur Zahnbürste und die Zahnpflege für Menschen reine Routine darstellen, werden die Folgen ungesunder Ernährung jedoch häufig enorm unterschätzt. Raffinierter Zucker und gesättigte Fettsäuren sollten auf dem Teller zugunsten von eiweissreichen, neutral-basischen Nahrungsmitteln weichen. Kohlenhydrate sind wichtiger Bestandteile für den Energiehaushalt und eine Verteufelung derer wäre absolut falsch. Allerdings erweisen sich lange Kohlenhydratketten weitaus verträglicher und provozieren zudem keine ausufernden Zuckerspiegel im Blut.

Haut und Haar erscheinen alt und kraftlos

Einige Menschen wirken für ihr Alter ungewöhnlich jung, andere wirken hingegen frühzeitig gealtert. Neben der genetischen Veranlagung spielt auch hier der Zuckerkonsum und damit verbundene Säurehaushalt eine gewichtige Rolle. Häufig tritt Akne bei zu regelmässigem Griff in die Naschabteilung der Speisekammer auf. Die Haut wirkt fettig und unrein. Verliert die Darmflora ihre natürliche Balance, übernimmt der den Zucker liebende Hefepilz Candida die lokale Vorherrschaft und sorgt neben einer geschwächten Immunabwehr auch für manch hässliches Hautekzem sowie mattes, sprödes Haar. Nur eine konsequente Umstellung der Essgewohnheiten kann diesen Prozess revidieren.

Gehemmte Muskelsynthese

Sport stärkt den Körper und ist gut für die Seele. Bleibt der beabsichtigte Muskel- und Ausdauerzuwachs aus, sollte auch an eine potentielle Übersäuerung gedacht werden. Die für den Muskelaufbau notwendigen Eiweisse führt der Stoffwechsel in diesem Falle nämlich einem wichtigeren Zweck zu: Die Ableitung von überschüssiger Harnsäure kann nur noch durch die Umwandlung von Muskelmasse zeitig bewerkstelligt werden. Dagegen helfen selbst ambitionierte Sportpläne rein gar nichts. Ohne körperliche Ertüchtigung neigen Menschen mit zuckerreichen Mahlzeiten außerdem zur Fettleibigkeit und zu einem gleichzeitig verringerten Muskelaufkommen.

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Psychische Instabilität und leere Energiezellen

Ständige Konzentrationsprobleme und ausufernde Müdigkeit – der erste Verdacht würde wohl auf einen unzureichenden Schlaf fallen. Eine weniger geläufige Ursache ist jedoch ein ungünstiger pH-Wert im Blutkreislauf. Unentwegt läuft der Organismus auf Hochtouren, um gegen die negativen Auswirkungen des Säureüberschusses anzukämpfen. Logische Folge: Ein erhöhtes Bedürfnis nach Ruhe und längeren Schlafzeiten tritt nach dauerhafter Belastung ein. Diese Überanstrengung geht ebenso an der Psyche nicht spurlos vorbei. Eine ausgeprägte Gereiztheit und Momente intensiver, schlechter Laune fügen sich der Gesamtsymptomatik hinzu.

Nierensteine

Eine zu hohe Konzentration an Kalzium kann zur Ausbildung eines Nierensteines führen. Auch der Harnsäureanteil im Blut begünstigt die Entwicklung dieser sehr unangenehmen, kristallinen Verfestigungen. Je nach Grösse kann sich daraus eine ernsthafte Kolik entwickeln. Der Auslass durch den Harnleiter ist in schlimmen Fällen von extremen Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen begleitet – genug der Veranlassung, neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr einer Übersäuerung mit vorausschauender Ernährung aus dem Weg zu gehen.

Übergewicht und Infarktgefahr

Übergewicht tut selten gut und schlägt auf das Herz-Kreislaufsystem. Belege für das erhöhte Infarktrisiko für Hirn, Herz und Lunge existieren bei fettleibigen Personen in Massen, nur die Ursachen dahinter scheinen nicht immer eindeutig. Ein Zusammenhang mit gesteigertem Zuckerkonsum und aus der Spur gekommenem pH-Werten liegt jedoch auf der Hand: Säurehaltige Ernährung macht dick, hemmt den Stoffwechsel und reichert so den Körper immer mehr mit ungesunden Abfallprodukten an. Kalorienbomben stellen also nicht bloss ein rein ästhetisches Problem dar. Gefässverkalkung durch Übersäuerung erzeugen gefährliche Engpässe und es braucht nur noch ein ausreichend grosses Blutgerinnsel, um den körperlichen Kollaps auszulösen.

Verlust der Elastizität des Bindegewebes

Die körperliche Alterung geht mit zahlreichen optischen Nachteilen einher. Körperfunktionen und Zellaktivität fahren sich zurück. Besonders sichtbar wird dies am Bindegewebe. Falten und die gefürchtete Orangenhaut (Cellulitis) zeugen von der nachlassenden Dynamik und gelten ausserdem als handfester Schönheitsmakel. Grund für den Verlust anschmiegsamer Hautflächen ist eine Veränderung auf zellulärer Ebene. Säure wirkt sich ungünstig auf Wassereinlagerungen im Gewebe aus und beeinträchtigt auf diese Weise deren Elastizität. Häufig sind Zonen wie Po, Oberschenkel oder die Hüfte betroffen. Falten und grubenartige Oberflächenstrukturen sind das Ausmass dieses Prozesses und lassen das wahre Alter der Haut nur noch schwer erahnen.

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Gicht, Arthritis und Arthrose

Harnsäure im Blut lagert sich schnell an verschiedenen Stellen ab und bildet regelrechte Kristallstrukturen an Gelenken. Neben dem übermässigen Verzehr von Fleischprodukten, tragen auch Hülsenfrüchte oder bestimmte Kohlsorten durch ihren hohen Harnsäuregehalt zur Bildung von Gicht bei. Arthrose ist eine Folgeerscheinung von Verschleiss, zieht aber ebenso wie eine Arthritis Entzündungen an Gelenken und Knorpel nach sich. Typischerweise treten Veränderungen und Schmerzen in voneinander getrennten Phasen auf – eine basischer Speiseplan kann diese Abstände dazwischen bedeutend ausweiten und die Harnsäurekonzentration eindämmen.

Beeinträchtigung der Zahngesundheit

Säure verdirbt jedes noch so schöne Lächeln. Die Gefahr kommt dabei nicht nur von gewöhnlichen Essensresten und daraus resultierendem Zahnbelag. Langsam aber stetig wird durch Säureeinwirkung das Fundament eines gesunden Gebisses gelockert. Durch den niedrigen pH-Wert fühlen sich besonders schädliche Bakterien zur Ausweitung ihrer Aktivitäten in der Mundhöhle angeregt. Gleichzeitig weicht der Zahnschmelz auf und verliert seine härtenden, eingelagerten Mineralien. Der Zahnschmelz wird durchsichtig und brüchig. Süßssigkeiten und Limonaden mit Phosphorsäure führen also auf verschiedenem Wege zu einer Schädigung. Den Konsum dieser Genussmittel bewusst einzuschränken, beugt diesen Problemen effektiv vor.

Erkrankung des Bewegungsapparates

Säure ist ein echter Schmerzfaktor und Knochenbrecher. Rezeptoren an Nervensträngen nehmen durch die saure Umgebung Reize verstärkt war oder interpretieren diese sogar falsch. Im Nervenzentrum schlägt dann das Schmerzsystem Alarm – oft stehen die Wirbelsäule, schlechte Sitzgewohnheiten oder Bandscheibenvorfälle voreilig in Verdacht. Fehlt jede orthopädische Grundlage für eine Diagnose, könnten unerklärliche Rückenschmerzen durch Sanierung des pH-Wertes im Organismus möglicherweise wieder ins Lot gebracht werden. Für markante Schmerzen sorgt eine Übersäuerung auch direkt in den Knochen, denn die starke Belastbarkeit des Skelettes basiert auf einer gesunden Knochensubstanz. Vor allem Kalzium und Vitamin D3 sorgen hier durch Einlagerungsprozesse für ausreichende Stabilität. Säure wirkt kontraproduktiv, stärkt den Abbau dieser Substanzen und fördert somit das Risiko eines Bruchs.

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    Manuel

    12. Mai 2016 um 06:22 Uhr

    Mein Arzt hat es mir so gesagt: Ich soll eine Badewanne voll mit warmen Salzwasser nehmen, den PH-Wert dieses Wassers messen. Anschließend muss man etwa 30 Minuten darin baden, danach den PH-Wert nochmals messen. Wenn er jetzt viel niedriger ist hat man wahrscheinlich eine Übersäuerung.

  2. Avatar

    Kenneth W.

    18. Dezember 2016 um 15:28 Uhr

    Vielen Dank für diesen interessanten Artikel! Du hast sehr gut herausgestellt, dass Zucker ein Grundübel ist. Seit kurzem laufe ich fast täglich eine halbe Stunde, was meinen allgemeinen Wohlbefinden enorm zuträglich ist. Die Entgiftung über die Haut kann ich nach jeder Trainingseinheit riechen!

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