Vorsicht: Mehrarbeit verführt zum Alkoholgenuss

Wer seine Work-Life-Balance nicht pflegt, neigt häufig dazu, zum Alkohol zu greifen. Mit der Auswertung von über 80 Studien und Untersuchungen, die die Arbeitsgewohnheiten und Suchtverhalten analysierten, hat das finnische Institut für Arbeitsgesundheit jetzt das nicht ganz überraschende Ergebnis veröffentlicht: Nimmt die Arbeit überhand, kompensieren das viele gestresste Arbeiter durch den Griff zur Flasche.

Der Alkohol wird als legitimes Mittel zur Entspannung herangezogen. Alkoholgenuss ist dazu gesellschaftsfähig. Schon bei einem Plus an Arbeitsstunden von 10 Prozent in der Woche gibt es da merkbare Effekte, schreiben die Wissenschaftler des finnischen Instituts in der aktuellen Ausgabe des British Medical Journal. Aus den Ergebnissen mit mehr als 330’000 Teilnehmern aus 14 Ländern lasen die Finnen heraus, dass es häufiger zu einem gefährlichen Trinkverhalten kommt, wenn mehr als 48 Stunden in der Woche gearbeitet wird. Ein solches Arbeitspensum ist besonders in Spitzenpositionen und Kreativberufen üblich.

Laut den Ergebnissen verführen die langen Arbeitszeiten dazu, häufiger und mehr alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Prozentual lässt sich das aber schwer ausdrücken, da die ausgewerteten Studien alle zu anderen Ergebnissen kamen, was auch an den Rahmenbedingungen und Fragestellungen der Studien lag. Gemein hatten sie aber die Tendenz, dass in der Gruppe der überarbeiteten Teilnehmer mehr Alkohol floss.

Link zur Studie: Long working hours and alcohol use: systematic review and meta-analysis of published studies and unpublished individual participant data

Um nach einem anstrengenden, langen Arbeitstag zur Ruhe zu kommen, gibt es aber sehr viel bessere und vor allem gesündere Möglichkeiten.

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