Warum man immer vor dem Wecker aufwacht – und was man dagegen tun kann

Jeder hat diese Situation schon einmal erlebt und fragt sich, wie das eigentlich sein kann: der Wecker ist zu den irrwitzigsten Zeiten gestellt, 3.55 Uhr zum Beispiel, und man wacht auch wenn das gar nicht seine normale Weckzeit ist pünktlich fünf Minuten vor dem Wecker auf.

Wie funktioniert das?

Die innere Uhr, oder auch als zirkadiane Uhr in der Wissenschaft bekannt, geht normalerweise sehr genau. Das heisst, dass sich unser Körper ganz an wiederkehrende Aktionen, wie zum Beispiel Essen oder Schlafen, anpasst. Der Organismus wird zum „Gewohnheitstier“. Jetlag und Schichtarbeit bringen diesen Rhythmus durcheinander. Ansonsten läuft unsere innere Uhr fast synchron zur normalen Zeit – und hat damit den Weckzeitpunkt jederzeit vor Augen.

Die zirkadiane Uhr plant für uns die wichtigsten Eckpunkte und wird selbst durch Tageslicht und den Hormonspiegel beeinflusst. Falls also etwas mit eurer inneren Uhr nicht stimmt, liegt es meist an den Hormonen oder am Licht: im Falle des Jetlags sind das zum Beispiel die plötzlich anderen Zeiten für Sonnenauf- und -untergang. Dann ist die Verwirrung vorprogrammiert.

Aber zurück zu dem leidigen Thema wach werden vor dem Wecker. Studien haben gezeigt, dass es zunächst einmal als überholt gelten sollte, das man sich täglich von einem egal wie gearteten Gerät wecken lässt. Besser ist es, sich auf das persönliche Schlafbedürfnis so einzustellen, das man seine Termine einhalten kann. Also rechtzeitig ins Bett gehen, wenn man mal früher raus muss und ansonsten möglichst gleichbleibende Bettzeiten einzuhalten.

Selbst wer komplett entspannt zu Bett geht, ist nicht davor gefeilt, morgens vor dem Wecker wach zu werden.

alarm clock, wake up concept

Und noch ein Tipp zum Abschluss: Eigentlich ist es ja gar nicht schlimm, immer vor dem Wecker wach zu werden. Es zeigt nur, wie gut die innere Uhr getimed ist und wie perfekt sich der eigene Wach-Schlaf-Rhythmus eingestellt hat. Auf die Dauer sollte man sich allerdings überlegen, den Wecker abzuschaffen, um sich nicht dem Stress auszusetzen.

„Ist es nicht soweit, muss der Wecker jetzt nicht klingeln?!“

Problematisch wird es eigentlich nur, wenn man nicht nur einmalig kurz vor dem Wecker aufwacht, sondern sich die ganze Nacht nicht richtig entspannt und jederzeit mit einem halben Ohr auf das Klingeln des Weckers wartet. Oder wenn man andauert wach wird und dann angespannt auf die Uhr schaut („Ist es nicht soweit, muss der Wecker jetzt nicht klingeln?!“).

Dann ist es Zeit für ein paar Entspannungsübungen (zum Beispiel das 3-Minuten-Yoga vor dem zu Bett gehen) oder für das Einhalten von Ritualen für eine geruhsamere Bettzeit.

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Der beste Weg, um im hektischen Alltag wieder zu sich zu finden und die ganzen Spannungen hinter sich zu lassen, ist und bleibt Meditation. Dank Meditation entflieht man der Situation, lässt den Stress hinter sich und kann anschliessend mit klarem Kopf, wie frisch ausgeruht, weitermachen. (weiterlesen)

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  1. […] WARUM MAN IMMER VOR DEM WECKER AUFWACHT – UND WAS MAN DAGEGEN TUN KANN Jeder hat diese Situation schon einmal erlebt und fragt sich, wie das eigentlich sein kann: der […]

  2. Patrik-Philipp Huber

    21. April 2015 um 16:15 Uhr

    Als Uhrmacher kenne ich Schlafphasenwecker, Wecker mit Repetierfunktion, Wecker mit extrem lautem oder sehr leisem Wecksignal, Wecker die einem mit seiner Lieblingsmelodie wecken oder andere die einem wie bei Pipi Langstrumpf mit Glocken wecken. Wenn unsere Tochter ein bisschen hustet, wacht meiner Frau auch aus dem tiefsten Schlaf auf. Jeder spricht auf etwas anderes an…

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