So einfach ist veganes Backen

Immer mehr Menschen ernähren sich vegan. Sie müssen dabei auf nichts verzichten, denn tierische Produkte können immer ersetzt werden. Auch beim Backen steht die vegane Ernährung anderen Ernährungsformen in nichts nach: Mit einigen Tricks lassen sich Kuchen und Plätzchen ohne tierische Produkte wie Eier, Butter oder Milch zubereiten.

Eier lassen sich vegan ersetzen

Ohne Eier backen? Das geht! Skeptiker äußern sich immer wieder dahingehend, dass die Eier im Kuchen- oder Plätzchenteig schlichtweg nicht mit veganen Produkten zu ersetzen seien. Ihnen kann nur geraten werden, es einfach mal zu probieren: Auch mit veganen Produkten lassen sich die Funktionen, die Eier für den Teig haben – insbesondere sollen sie die Bindung der einzelnen Zutaten sowie die Lockerung des Teiges erzielen – ersetzen. Der bequemste Weg besteht im Einsatz von industriell gefertigtem Ei-Ersatz. Im Bio-Supermarkt oder über den Online-Versand ist er unkompliziert zu beziehen.

Mischt man etwa zwei bis drei Esslöffel Wasser mit Soja-, Johannisbrotkern- oder auch Kartoffelmehl, ergibt dies einen sehr günstigen Eiersatz. Den selben Effekt erzielt eine Mischung von Leinsamen mit Wasser im Verhältnis 1:3. Damit der Teig aufgeht, gibt man anstelle von einem Ei ein wenig Natron in den Teig. Um ein größeres Maß der Verklebung der Teigmasse zu erhalten, kann man sich zusätzlich noch mit etwas Fruchtmus behelfen.

Wie veganisiert man Butter und Sahne?

Weitere tierische Zutaten beim Backen sind Butter und Sahne. Anstelle von Butter greift man einfach zu Margarine. In vielen Rezepten kann man auch auf ein Pflanzenöl zurückgreifen. Sonnenblumenöl beispielsweise ist geschmacksneutral und ersetzt die Butter in Rezepten für Muffins. Da auf dem Markt eine ganze Reihe veganer Ersatzprodukte für Milch und Sahne erhältlich sind, kann man hier je nach Geschmack aus einem breiten Sortiment wählen. Sojamilch und Sojasahne, aber auch Kokosmilch, Reissahne oder ein selbst zubereiteter Cashew-Rahm bieten sich je nach Rezept an. Auch bei weiteren Milchprodukten wie Joghurt oder Quark kann ein Bäcker einfach auf die Soja-Variante zurückgreifen.

Wenn der Soja-Joghurt zu dickflüssig für ein Rezept ist, kocht man diesen einfach mit etwas Speisestärke auf. Auch als Grundmasse zur Dekoration von Torten ist der Soja-Quark geeignet. Schlagsahne lässt sich aus der Soja-Sahne auf dem üblichen Weg mit etwas Sahnesteif herstellen. Sogar Kokossahne lässt sich durch das Aufschlagen von gekühlter Kokosmilch zubereiten – sie macht sich gut zu Obstböden, die mit Obst belegt sind.

Rezeptidee für veganes Backen

Wer vorhat, ein Rezept nur aus veganen Zutaten zu backen, der nimmt sich am besten zuerst die Zutatenliste vor und wird dann kreativ: Wie lassen sich die einzelnen Zutaten am besten „vegansieren“? Sehr schnell wird man so eine gute Alternative zum klassischen Rezept finden. Oder aber man lässt sich einfach von veganen Rezepten inspirieren, bei denen nichts ersetzt werden muss, sondern die von Anfang an nur mit jenen Produkten aus tierleidfreier Herkunft arbeiten.

Veganer Apfelkuchen

Bei Kuchenrezepten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt; mit den oben erwähnten Tipps lässt sich alles veganisieren. Ein leckerer, zimtiger Apfelkuchen schmeckt auch in der veganen Varianten einfach vorzüglich. Zuerst sollte die Backform mit etwas Margarine und Mehl gefettet und bestäubt werden, damit der Kuchen später nicht an der Form klebt. Anschließend geht es an die Zubereitung des Teigs: 125 g Margarine in Stückchen schneiden und mit 200 g Mehl vermixen. Dazu kommen je nach Geschmack ein bis zwei Esslöffel Zucker sowie ein Päckchen Vanillezucker. Der Teig wird mit einem Päckchen Backpulver verknetet, je nach Bedarf noch ein wenig Wasser hinzugeben, um den Teig geschmeidig zu machen. Danach kommt die Masse in eine Frischhaltefolie und soll eine Stunde im Kühlschrank auf ihre Weiterverarbeitung warten.

Währenddessen können schon die Äpfel vorbereitet werden: 800 g Äpfel entkernen und in Scheiben schneiden. Das Schälen der Äpfel vor ihrer Weiterverarbeitung ist nicht notwendig und Geschmacksache. Ein wenig Zitronensaft auf den Äpfeln verhindert, dass sie braun werden und gibt ihnen einen frischen Geschmack.

Bevor es weitergeht, bereiten wir noch die Streusel für den Kuchen zu: 150 g Mehl, ungefähr sechs Esslöffel Zucker und 80 g Margarine verkneten. Hier sollte kein geschmeidiger Teig entstehen, sondern Streusel. Je nach Geschmack kann man hier noch ein wenig Zimt hinzugeben. Die Streußel warten ebenfalls im Kühlschrank auf ihren Einsatz, während der schon bereitete Teig in eine Backform gegeben wird. Man drücke ihn am Boden fest und ziehe einen Rand von etwa vier bis fünf Zentimeter Höhe an der Form hoch.

Auf diesen Teig gibt man nun die Äpfel, welche vorher mit zwei Esslöffeln Apfelmus vermischt wurden. Vor dem Backen werden nun noch die Streusel auf dem Kuchen verteilt, dann wird alles in den vorgeheizten Backofen geschoben. Bei 200 Grad benötigt der Kuchen etwa 35 Minuten. Er ist fertig, wenn der Teig goldbraun ist. Dazu passt aufgeschlagene Soja-Sahne.

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