Die 10 besten Lebensmittel gegen Heuschnupfen

Wer sehnt sich nach dem langen mitteleuropäischen Winter nicht nach den ersten warmen, sonnigen Frühlingstagen. So dringend braucht unser geschwächtes Abwehrsystem Vitamin D durch die Sonne. Aber anstatt endlich aufatmen zu können, bekommen viele Menschen kaum noch Luft, abgesehen von den tränenden, juckenden Augen, der triefenden Nase, den Niesanfällen & Co. Auf einmal brechen alle Blüten aus ihrer langen Wartestellung auf und entsenden Unmengen an Pollen und Samen, die wahrlich nicht jedermanns Lieblinge sind. Aber bevor wir zu kortisonhaltigen Antihistaminika greifen, können wir bereits mit gesunden Lebensmitteln unsere Allergiebereitschaft deutlich abmildern.

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1. Brokkoli gegen Heuschnupfen

Ob als Gemüse oder als Brokkoli-Sprossen, dieser Verwandte des Blumenkohls wirkt auf zweierlei Weise gegen Heuschnupfen, denn er enthält viele Senfölglykosiden, die als Antioxidantien gelten. Dadurch werden Entzündungen der Atemwege bekämpft und verstopfte Stirnhöhlen und Nasennebenhöhlen befreit. Auch der hohe Gehalt an dem gesundheitsfördernden Vitamin C bleibt zum Teil erhalten, wenn Brokkoli nur kurz angedünstet (nicht verkocht) wird. Brokkoli-Sprossen kann jeder selbst innerhalb von 3 bis 4 Tagen auf der Fensterbank hochziehen.

2. Zitrusfrüchte sind gute Lieferanten von Vitamin C

Am besten wirken frische Orangen, Zitronen oder Pampelmusen, die man auch zu einem Saft selbst direkt pressen kann. Da unser Körper nicht in der Lage ist, Vitamin C zu speichern, müssen wir das frische Obst über den Tag einigermassen regelmässig verteilen.

3. Holunderbeeren

Holunderbeeren sind schon seit alters her ein bekanntes Grippemittel. Aber auch seine antiallergene Wirkung ist lange bekannt. Seine schwarzen Beeren enthalten eine einzigartige Komposition aus Phytonährstoffen und Antioxidantien, die effektiv Entzündungsprozesse und somit auch allergische Symptome bekämpfen. In ungezuckertem Zustand können Holunderbeeren in der Tiefkühltruhe immerhin 6 – 8 Monate überdauern.

4. Grünes Blattgemüse gegen Heuschnupfen

Grünkohl, Spinat oder Mangold sind bekanntlich reich an Carotinoiden und anderen Antioxidantien, die effektiv allergische Symptome bekämpfen helfen. Um die Aufnahme der fettlöslichen Carotinoide zu optimieren, bereiten wir grünes Blattgemüse am besten mit hochwertigem Olivenöl zu. Noch besser ist sogar die Verwendung von Leinöl, das eine gute anerkannte Quelle von Omega-3-Fettsäuren ist, aber geschmacklich nicht von jedem sehr geschätzt wird, da es ein wenig an den früher verwendeten Lebertran erinnert.

5. Die Brennnessel ist ein gutes altes Hausmittel gegen Heuschnupfen

Brennnesseln enthalten selbst eine relativ grosse Menge an Histaminen, also jene Hormone, die verantwortlich sind für die unangenehmen Überreaktionen unseres Körpers. Auf der anderen Seite liefern sie uns gerade die Möglichkeit, uns daran zu gewöhnen und in gewisser Weise dagegen abzuhärten. Am besten wirken frisch geerntete, junge Brennnesseln ohne Schadstoffbelastungen in Form von Tee. Besonders Mutige, die sich für schmerzresistent halten, können mit jungen Brennnesseln gegen ihre Waden schlagen. Für richtige Couch-Potatos gibt es Brennnessel auch als Kapseln.

6. Petersilie ist gut gegen Heuschnupfen

Auch Petersilie kann jeder leicht auf der eigenen Fensterbank zu Hause ziehen. Und auch sie verhindert die Ausschüttung allergieauslösender Histamine. Petersilie ist zum Beispiel gut für grüne Smoothies geeignet. Klein geschnitten kann man sie in alle Salate oder auch Suppen geben. Auch hier ist wieder wichtig, dass die Petersilie nicht gekocht wird, denn dann verliert sie ihre empfindsamen Vitamine.

7. Ein Lieblingskraut vieler Gartenbesitzer ist Thymian

Betörender Duft, volles Aroma und auch attraktives Aussehen, das sind die Markenzeichen dieses Heil- und Würzkrautes. Aber zuweilen fast noch wichtiger für alle Allergiegeplagten ist die Tatsache, dass Thymian zuverlässig dafür sorgt, dass die allergiebedingte erhöhte Schleimproduktion zurückgeht. Thymian besitzt überdies antimikrobielle Eigenschaften, die Infektionen aufgrund übermässiger Schleimbildung effektiv zurückdrängen. Zweimal täglich ein Thymiantee wirkt Wunder.

8. Zwiebeln, Knoblauch und Äpfel gegen Heuschnupfen

Was haben die Drei wohl gemeinsam? Quercetin! Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich ein kraftvoller Pflanzenstoff, der ganz ähnlich wirkt wie Antihistamin und daher Linderung bei Allergiebeschwerden bietet.

9. Die Anti-Heuschnupfen-Suppe ist ein Wundergebräu

Wenn wir nun alle diese wundersamen Lebensmittel im Kampf gegen den Heuschnupfen vereinen, entsteht eben die Anti-Heuschnupfen-Suppe. Hier das Rezept:

  • Wasser wird in einem Topf zusammen mit einer Zwiebel (mit Schale!) und einer Knoblauchzehe zum Kochen gebracht.
  • Eine Tasse voll mit klein gehacktem Brokkoli wird dazugegeben und auf kleiner Flamme 5 Minuten lang gekocht.
  • Eine Tasse Brennnesselblätter, eine Tasse mit verschiedenem grünem Blattgemüse, eine halbe Tasse mit gehacktem Staudensellerie und etwas frischer Thymian werden dann hinzugegeben und weitere 5 Minuten gekocht.
  • Die Zwiebelschale wird entfernt (wer gekochte Zwiebeln nicht mag, kann diese jetzt auch herausnehmen).
  • Die Suppe mit Kräutersalz, schwarzem Pfeffer, Curry, Kurkuma oder anderen Gewürzen abschmecken.
  • Beim Servieren garnieren wir die Suppe noch mit klein gehackter Petersilie – Bon Appétit!

10. Pestwurz hilft gegen Heuschnupfen

Die Pestwurz ist eine Heilpflanze, deren Blätter und Wurzeln sogenannten Petasine enthalten. In wissenschaftlichen Studien wurde herausgefunden, dass die Pestwurz ebenso wirksam ist wie künstliche Antihistamine mit dem Wirkstoff Cetirizin (apothekenpflichtige Medikamente), wobei die bekannten Nebenwirkungen wie zum Beispiel Müdigkeit ausblieben. Vorsicht, Pestwurz darf nur in kleinen Mengen verwendet werden.

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