Ernährung für den Darm

Warum ist der Darm ein Dauerthema?

Der Darm ist deshalb weder aus Medizin- noch Kochsendungen hinweg zu denken, weil Zahlen, Daten und Fakten seine Wichtigkeit belegen. Ein erwachsener Mensch besitzt ca. 2 kg Darmbakterien, d. h. ein mehrfaches der Anzahl Körperzellen und ca. 80% des Immunsystems befinden sich ebenfalls im Darm. Und schliesslich wissen wir seit Grossmutters Zeiten: auf das Bauchgefühl und das Bauchgehirn soll man hören, denn mittlerweile ist wissenschaftlich fundiert, dass die Nervenzentren im Bauchraum enorme Informationsmengen an unseren Kopfhörern weiterleiten.

Ansatz 1: Heile deinen Darm! Erschienen im Leopold Stocker Verlag

Dieses Werk stellt die sogenannte GAPS-Diät vor. In einem Zeitraum von gut zwei Jahren ist das Ziel der Diät, Verdauungsstörungen zu beseitigen und die damit verbundenen Erkrankungen von Konzentrationsstörungen, Depressionen, bis hin zum Reizdarm-Syndrom, Neurodermitis und Herzproblemen zu lindern. Das mit der Ernährungsumstellung auch eine Gewichtsabnahme einhergeht, ist für die meisten ein freudiger Nebeneffekt. Die GAPS-Diät verzichtet vorwiegend auf Kohlehydrate und setzt Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch auf die Speisekarte.

Eine neue Küche?

Die praktische Umsetzung dieser Diät scheint für uns im Berufsalltag schwer umsetzbar: das Aufrüsten der Küche mit Schongarer, Saftpresse, Nussmilchbeuteln, Dörrautomaten, Abfülltrichter und einem Wasserfiltersystem ist dabei schon mal ein kostspieliger Schritt, der manche Leser bereits abhalten mag. Beim Folge Schritt, dem Auffüllen der Speisekammer hingegen, legt sich die ursprüngliche Angst vor allzu viel Veränderung dann doch wieder. Bioprodukte, Molke, Kokosmilch, Zwiebeln und Knoblauch, frischer Ingwer und Kurkuma finden sich auf der Liste. Auch die Zubereitung der eigenen Bouillon wird Schritt für Schritt erklärt. Das geschmackliche Resultat übertrifft jeden Brühwürfel.

6 Stufen zum Erfolg

Die GAPS-Diät arbeitet mit sechs Stufen und entsprechenden Rezepten. Auf Genuss verzichten muss man auf keiner Stufe: von süss bis herzhaft finden sich auf jeder Stufe leckere Rezepte vom Rehschnitzel an einer Pilz-Lauchsauce (Stufe 1) über mexikanische Omeletts (Stufe 3) bis hin zum Burger mit Aioli mit karamellisieren Zwiebeln.

Unser Fazit
Wer sich vom etwas biederen Coverdesign und der langen Liste an Küchenhelfern, die einzukaufen sind, nicht abhalten lässt, das eine oder andere Rezept auszuprobieren, entdeckt in diesem Werk leckere Rezepte, die einfach zu kochen sind, lecker schmecken und dem eigenen Darm noch etwas Gutes tun.

Ansatz 2: Darmgesund – Ernährungsplan mit Überzahl 100 Rezepten für Gesundheit und Vitalität, erschienen im AT-Verlag

Die Energie, die Ausdauer und die gesunde Ausstrahlung zu steigern, während gleichzeitig das Übergewicht reduziert wird, das hat sich dieses Werk zum Ziel gesetzt. Übersichtlich dargestellt, werden auch hier die Lebensmittel aufgelistet, welche die Darmgesundheit fördern und jene, auf welche er verzichtet werden sollte. Geniessen dürfen sie Fleisch, Geflügel, Wild und Eier, Tiefseefische, Obst, Gemüse, Blattsalate, Linsen, Lima-Bohnen und Spalterbsen. Verzichtet werden sollte jedoch auf Milchprodukte, Getreide und Alkohol. Auf Fett soll nicht verzichtet werden, doch kommt es auf die richtige Art der Fette an. Ohne eine komplett neue Kücheneinrichtung kaufen zu müssen, steigt das Werk mit der Herstellung eigener Gewürzsalze ein und gibt spannende Tipps zur Fermentation von Gemüse. Eine Darmkur nach diesem Werk dauert nicht etwa zwei Jahre, sondern kann in gut 14 Tagen absolviert werden.

Schmackhafte Rezepte

Wer bei nur 14 Tagen von einer Radikalkur ausgeht und glaubt, auf jeglichen Genuss verzichten zu müssen, dem seien die folgenden Rezepte Beweis genug: Lamm mit gegrilltem Spargel und Salsa verde, einen Salat mit einem Chili-Limetten-Papaya-Dressing, Hähnchenstreifen in Amarant mit Granatapfel-Feigen-Joghurt oder ein mariniertes Rindersteak mit Süsskartoffeln.

Genuss und Spass bei der Darmkur

Der Trick hinter diesem Werk ist ganz einfach: Röstbitterstoffe, die beim anbraten und grillieren entstehen, werden gekonnt eingesetzt und schaffen wahre Genussmomente, auch für all jene, welche gerne einmal etwas feines kochen, egal ob mit oder ohne Gedanken an den Darm.

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