Ernährung während den Wechseljahren

Keine Panik vor der Abänderung

Die Wechseljahre können zu ganz unterschiedlichen Befindlichkeitsstörungen und Einschränkungen der Gesundheit führen. Das Wissen um die hormonellen Zusammenhänge kann jedoch dabei helfen,häufige Probleme, wie sie im Zusammenhang mit den Wechseljahren vermehrt auftreten, erheblich abzumildern. Typische Symptome der Wechseljahre wie Schlafstörungen oder Gewichtszunahme können die Lebensqualität erheblich einschränken. Es gibt keine feste Altersgrenze, wann die ersten Beschwerden sich einstellen. Jede Frau sollte aber spätestens um das 50. Lebensjahr herum damit rechnen. Zunehmende Reizbarkeit und Schweissausbrüche können erste Symptome sein, die auf beginnende Wechseljahre hinweisen. Erstaunlicherweise spielt die richtige Ernährung eine ganz entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die lästigen Symptome einzudämmen.

Durch Ernährungstherapie Wechseljahresbeschwerden gezielt beeinflussen

In gewisser Weise können die Wechseljahre mit der Pubertät verglichen werden, denn der weibliche Körper muss sich völlig neu strukturieren. Durch den veränderten Hormonhaushalt erlebt jede Frau diese Zeit anders. Ganz gleich ob Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Schlafstörungen oder Hitzewallungen, jede dritte Frau bemerkt einzelne oder verschiedene Symptome in unterschiedlicher Intensität. Zu Beeinträchtigungen des Wohlbefindens kommt es aber leider mehr oder weniger immer. Immerhin nimmt sich der Körper für die Wechseljahre sehr lange Zeit, im Durchschnitt 10-15 Jahre. Unregelmässige Blutungen können auf den endgültigen Abschluss der Periode hinweisen, dann beginnt die sogenannte Menopause. In vielen wichtigen Lebensphasen, so auch in den Wechseljahren, kann der Körper durch die richtige und gezielte Ernährung enorm unterstützt werden. Viele der Wechseljahrsbeschwerden werden durch einen Mangel des wichtigsten weiblichen Geschlechtshormons Östrogen verursacht.

Umstellung auf nähr- und vitalstoffreiche Vollkost

Frauenärzte verschreiben dann oft östrogenhaltige Präparate, die durchaus hilfreich sein können, in der Regel aber leider nicht dazu führen, dass sich die Beschwerden nachhaltig und langfristig bessern. Eine Östrogengabe ist aber besonders im Hinblick auf die Vermeidung eines Osteoporose Risikos zu empfehlen. Wenn Sie an Ihrem Körper um das 50. Lebensjahr herum Symptome feststellen, die auf das Eintreten der Wechseljahre hindeuten, sollten Sie nicht zögern, ihre bisherigen Ernährungsgewohnheiten zu hinterfragen. Denn ganz sicher kann eine gezielte Ernährung dazu führen, dass es Ihnen während der Abänderung besser gehen wird. Die richtige Nährstoffzufuhr ist deshalb in dieser Lebensphase so wichtig, weil der Körper Nährstoffe längst nicht mehr so gut aufnehmen kann, wie in früheren Lebensphasen. Der wichtigste Tipp lautet daher, dass die Ernährung für die Wechseljahre aus einer lebenden Vitalkost, also aus weitgehend unverarbeiteten, frischen Produkten bestehen sollte. Im Alltag ist dies leichter umzusetzen, als viele annehmen.

Soja enthält Substanzen, die den weiblichen Geschlechtshormonen ähneln

Und sobald sich nach ein paar Wochen die ersten Erfolge in Form von abnehmenden Symptomen einstellen, wird niemand mehr auf diese Art der Ernährung verzichten wollen. Verschiedene Gemüsesorten und Salate sollten fortan nicht mehr als Beilage, sondern gleich als Hauptgericht genutzt werden. Dabei sollte der Vorzug regionalen Produkten in Bio Qualität gelten. Bestimmte pflanzliche Produkte, beispielsweise Soja, enthalten hormonähnliche Substanzen, sogenannte Phytoöstrogene. Diese haben eine hormonähnliche Wirkung und helfen daher die vielfältigen Beschwerden der Wechseljahre wirksam zu lindern. Soja ist ein sehr vielseitig verwendbares Produkt und darüber hinaus ein adäquater Fleischersatz. Es muss aber nicht unbedingt sein, sich während der Wechseljahre rein vegetarisch zu ernähren. Ein Übermass an Fleisch ist aber in jedem Falle zu vermeiden, weil dadurch die Beschwerden noch verstärkt werden können.

Den Genussmittelmissbrauch während der Wechseljahre möglichst einschränken

Sie sollten auch ihren bisherigen Gebrauch an Genussmitteln kritisch hinterfragen. Zu viel Kaffee, Cola Getränke oder Nikotin regen den Stoffwechsel zusätzlich an und sorgen daher vermehrt für Schlafstörungen. Natürlich kann auch weiterhin Kaffee konsumiert werden, es sollten aber nicht mehr als zwei Tassen täglich sein und falls erhebliche Schlafstörungen vorliegen, sollte bereits ab 12:00 Uhr mittags kein Kaffee mehr konsumiert werden. Das Abendessen, möglichst früh eingenommen, unterstützt ebenfalls einen erholsamen Schlaf. Bedenken Sie auch, dass der Organismus während der Wechseljahre einen erhöhten Bedarf an verschiedenen Vitaminen und Mineralien hat. Die Vitamine C,D sowie Calcium sollten daher ebenfalls vermehrt mit der Ernährung in Form von Milch, Milchprodukten, Obst und Gemüse zugeführt werden. Auch Nahrungsergänzungsprodukte können zur Sicherstellung der erhöhten Bedarfe während der Wechseljahre sinnvoll sein.

Die Kombination aus richtiger Ernährung und Sport machts

Um den Körper nicht zusätzlich zu belasten, sollte eine Gewichtszunahme während der Wechseljahre unbedingt vermieden werden. Durch den vermehrten Abbau von Muskulatur und die Einlagerung von Fettzellen ist eine gewisse Gewichtszunahme oft nicht zu verhindern, Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte und viel Eiweiss können einem weiteren Muskelabbau aber vorbeugen. Zu diesen wichtigen Nahrungsmitteln während der Wechseljahre gehören beispielsweise Seefisch, mageres Hähnchenfleisch, Vollkornprodukte, jede Form von frischem Obst oder Gemüse sowie pflanzliche Öle mit einem möglichst hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Diese sogenannte mediterrane Kost schützt auch das Herz-Kreislaufsystem und gilt darüber hinaus als Vorbeugung gegen Krebs. Um die Stimmung zusätzlich aufzuhellen, sollten Sie während der Wechseljahre auch die körperliche Bewegung in Form von Sportarten, die Spaß bereiten, nicht vernachlässigen.

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