Farben essen! Warum Rot vor allem für Frauen gut ist

Wem die Überschrift etwas befremdlich vorkommt: Farben essen ist wieder einmal ein „Trend“ aus den USA. Dort predigen Fitness- und Gesundheits-Gurus, dass man nach Möglichkeit jeden Tag einen ganzen Regenbogen verspeisen soll. Gemeint ist damit natürlich nicht das Wetterphänomen, sondern die bunte Farbenvielfalt von Obst und Gemüse.

Es heisst also nicht mehr schlicht und einfach „Esst mehr Obst und Gemüse!“, sondern „Esst von jeder Farbe etwas!“: einen roten Apfel, einen grünen Salatkopf und eine gelbe Mango. Oder ein paar blaue Trauben, lila Pflaumen und orange Papaya. Ob ihr es glaubt oder nicht. Hinter dem Trend steckt die Erkenntnis, dass die Farbstoffe, die den Früchten ihre Farbe verleihen, besonders wichtige Nährstoffe enthalten.

Beispiel Flavonoide

Die Flavonoide sind so genannte sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sitzen meist in höchster Konzentration in der Schale von Obst und Gemüse. Beim Farbspiel ist alles von Geld über Rot bis hin zu Blau dabei. Es gibt eine ganze Reihe bekannter Flavonoide wie beispielsweise Quercetin (zum Beispiel im Apfel), Hesperidin (Orange), Malvidin (blaue Trauben) und Resveratrol (Himbeeren).

Ein Beispiel für eine Frucht mit einem besonders hohen Anteil an Flavonoide haben wir bereits vorgestellt: die Aroniabeere. Die Aronia oder auch Apfelbeere hat verglichen mit anderen Beeren einen sehr hohen Anteil an den Antioxidantien der Familien Anthocyane und Flavonoide. Diese Stoffe binden freie Radikale und sind daher von einem gesundheitlich interessanten Aspekt. Die Pflanzenfarbstoffe gelten in der Forschung als Hemmer von Tumorzellen und stärken die körpereigener Abwehrmechanismen.

Aber auch andere Früchte haben es in sich. Dunkle Weintrauben zum Beispiel. Besonders die dunkelroten haben einen interessanten Nährstoffmix zu bieten. Sie enthalten die beiden Flavonoide Quercetin und Resveratrol. Quercetin findet man im hellgelben Fruchtfleisch und in der Schale. Studien halten das Quercetin durch ihr hohes Mass an Antioxidantien für das effektivste Flavonoid. Ihm wird eine antikarzinogene Wirkung nachgesagt.

Andere positive Effekte sind vor allem für Frauen interessant. So sind vorrangig die Flavonoide in roten und blauen Pflanzenteilen besonders gut für die Gefässwände und helfen die Kontraktion der Venen zu stimulieren. Daher sind sie als unterstützende Massnahmen gegen Besenreiser empfohlen. Und auch bei einem anderen Problem an Frauenbeinen sollen sie helfen – bei Cellulite.

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