Fünf schlechte Angewohnheiten, die den Blutzuckerspiegel nach oben treiben

Jeder, der ein wenig auf seinen Blutzuckerspiegel achtet, tut sich damit etwas Gutes in Sachen gesund leben. Ein Blutzuckerspiegel, der im Keller ist, lässt uns zum Nervenwrack oder zur Diva werden (das weiss sogar die Schokoriegel-Werbung). Sobald er wieder ansteigt, normalisiert sich wieder alles. Ein sprunghaft ansteigender Blutzuckerspiegel ist aber ebenso unvorteilhaft, denn nach einem Gipfel folgt wieder ein Tal. Der hohe Blutzuckerspiegel ist zudem schlecht für das Herz und beschleunigt die Verstoffwechselung leider insoweit für uns fehlerhaft, da es zu einer erhöhten Insulinausschüttung kommt.

Der Blutzuckerspiegel hat einen direkten Einfluss auf das Wohlbefinden. Werden wir sprunghaft hungrig, ist die Laune entsprechend gereizt. Der Blutzuckerspiegel hat damit auch einen Einfluss auf unser Gewicht, denn wer im Volksmund unterzuckert, isst gern schnell etwas – zumeist Ungesundes, Fettiges, Süsses.

Wer nicht in diese Falle tappen möchte, sollte sich selbst einmal beobachten. Auch gibt es einige Angewohnheiten, die dazu führen, dass der Blutzucker schneller ansteigt, obwohl man sich eigentlich an Lebensmittel hält, die einen vermeintlich guten glykämischen Index haben. Besonders wer abnehmen möchte, sollte diese schlechten Angewohnheiten entlarven und abschaffen. Denn sobald Insulin ausgeschüttet wird, stoppt die Fettverbrennung.

Folgende schlechte Angewohnheiten treiben den Blutzuckerspiegel nach oben und führen so zu einem entsprechend hohen Insulinausstoss:

Fettarme und fettfreie Light-Produkte

Fettarme und fettfreie Produkte sind zunächst einmal gesundheitlich gesehen eine gute Wahl. Wäre da nicht das Problem der Austauschstoffe. Light-Produkte haben oftmals zuviel Zucker oder Zuckeraustauschstoffe. Zudem ist der Verzicht auf Fett – vor allem auf die guten Fette wie zum Beispiel Kokosöl, kaltgepresste Öle aus Sesamsaat oder Oliven – überhaupt nicht gut für den Blutzuckerspiegel. Gute Fette lassen den Spiegel langsam ansteigen und langsam wieder abflachen – genau so, wie wir das wollen.

Coffee on wooden background

Zu viel Kaffee

Kaffee wird häufig als „Turbo“ zum Beispiel für den Stoffwechsel genannt. An sich ist an einer oder zwei Tassen Kaffee auch nichts auszusetzen. Allerdings „macht die Dosis das Gift“, wie man so schön sagt. Durch Koffein wird die Insulinausschüttung angeregt. Zu viel koffeinhaltiger Kaffee könnte also die Fettverbrennung behindern.

Zucker und Fett in Kombination

In Kombination sind Zucker und Fett ebenfalls ungünstig für den Blutzucker. Dabei sind leider auch gesunde Fette und natürliche Zucker, wie zum Beispiel Fruchtzucker, zusammen kein gutes Gespann. Getrennt genossen sind sie harmlos, doch gemeinsam leider nicht. Fruchtzucker hilft bei der langsamen Aufnahme des Zuckers, was eigentlich gut ist. Doch durch das Fett wird das Insulin blockiert, so dass der Blutzuckerspiegel hoch bleibt.

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Zu viel Protein

Bei der Proteinaufnahme gibt es einen Sättigungs-Punkt. Alles was danach kommt, ist eigentlich Verschwendung und treibt den Blutzuckerspiegel an. Es gibt verschiedene Empfehlungen, wie viel Protein ein Erwachsener normalerweise zu sich nehmen sollte. Für die meisten Personen dürften 0,5 bis 1 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht diese Grenze erreichen (Hochleistungssportler ausgenommen). Fitnessfans überspannen diesen Bogen häufig durch extra Proteinshakes und zusätzlichem Fleisch, mit Eiern und Fisch. Besser ist es, auf pflanzliche Proteinquellen zurückzugreifen (zum Beispiel Quinoa).

Mahlzeiten überspringen

Dinner-Canceling hat sich zu einem grossen Trend herauskristallisiert. Irgendwann einmal hat ein Fitnessguru in den USA die Idee propagiert, dass man mit dem Auslassen von Mahlzeiten schnell zur Traumfigur kommt. Dinner-Canceling oder auch Mini-Fastenkuren von 12 bis 15 Stunden können allerdings den Blutzuckerspiegel komplett durcheinanderbringen und haben häufig (besonders bei einer Regelmässigkeit) einen negativen Effekt auf die Insulinausschüttung. Die Idee hinter dem Auslassen der Mahlzeit ist es, die Fettverbrennung anzuregen. Es heisst, der Körper hole sich dann die benötigte Energie aus dem Fettreservoir. Leider ist das nur eine Theorie. In Wirklichkeit trainiert man seinen Metabolismus durch die Mini-Fastenkur dahingehend, dass mehr Fett eingelagert wird – denn man befindet sich ja in einer Hungerphase.

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