Gesunde frühlingsgrüne Rezepte – Rezept Nr. 2

Löwenzahn, das unterschätzte «Unkraut»

Unsere Grossmütter wussten, dass stets jene Pflanzen, die besonders unverwüstlich sind, unbändige Lebenskräfte in sich tragen, und der Löwenzahn ist so ein Superkraut.

  • Löwenzahn hat einen positiven Einfluss auf alle Organe, die an den Prozessen der Verdauung beteiligt sind. Zum Beispiel wird die Magensaftsekretion gesteigert, der Appetit wird angeregt, und die krampflösende Wirkung hilft gegen Blähungen und Bauchschmerzen.
  • Anregung der Produktion von Gallensaft (choleretische Wirkung), was den Fettstoffwechsel verbessert.
  • Löwenzahn hat eine regulierende, ausgleichende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.
  • Zwar ist Löwenzahn etwas harntreibend, aber er versorgt unseren Organismus auch mit wichtigen Mineralstoffen wie zum Beispiel Kalium. Daher wird Löwenzahn vielfach bei Harnwegsinfektionen oder bei der sogenannten Reizblase angewendet.
  • Der weisse Pflanzensaft der Stängel dient der Behandlung von Warzen, Hühneraugen oder Hornhaut.
  • Zur Wundheilung und zum Schutz gegen Infektionen eignet sich der Löwenzahn wegen seiner entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften.

Geniessen kann man den Löwenzahn als Salat, Tee oder auch als Frischpflanzenpresssaft. Gerade im Frühling bieten sich Salate an, weil in dieser Jahreszeit überall junge Blätter geerntet werden können. Das folgende einfache Löwenzahn-Rezept eignet sich sehr gut als Beilage für Kartoffelpüree, Fleisch oder Wild:

Zutaten für 4 Portionen:

  • 450 g (zarte, junge) Löwenzahnblätter
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1/4 Teelöffel Chiliflocken
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Esslöffel Butter
  • Parmesan, gerieben (optional)

Zubereitung:

  • Die Löwenzahnblätter in ca. 10 cm grosse Stücke zerrupfen.
  • Einen Teelöffel Salz in kaltem Wasser auflösen, die Löwenzahnblätter dazugeben und zehn Minuten stehen lassen. Danach das Salzwasser abgiessen und abtropfen lassen.
  • Die halbe Zwiebel und den Knoblauch in dünne Scheiben schneiden.
  • Einen grösseren Topf Wasser mit einem Teelöffel Salz zum Kochen bringen.
  • Die Löwenzahnblätter darin drei bis vier Minuten lang weich kochen, das Wasser abgiessen und den Inhalt kalt abschrecken.
  • Butter und Olivenöl in einer grösseren Pfanne bei mittlerer Flamme erhitzen, dann die Zwiebeln und Chiliflocken hinzugeben und alles ca. fünf Minuten lang braten, bis die Zwiebeln weich sind.
  • Erst danach den Knoblauch dazugeben und weitere 30 Sekunden braten.
  • Jetzt darf die Hitze noch etwas erhöht und der abgetropfte Löwenzahn dazugegeben werden. Das Ganze wird nun noch drei bis vier Minuten gedünstet, bis die Flüssigkeit fast verdunstet ist.
  • Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  • Mit geriebenem Parmesan servieren.

Guten Appetit!

0
Schreiben einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.