Holunderblüten Sirup selber machen

Die Ernte

Die Erntezeit der Holunderblüten ist Mitte Mai bis Anfang Juli. Nimm dir die Zeit und mache einen Spaziergang in der Natur. In die Natur heißt, möglichst weit weg von Strassen, großen Landwirtschaftsbetrieben und dem alltäglichen Chaos. Die Blüten am Strassenrand oder in der Stadt zu sammeln ist wirklich nicht ratsam!
Zum Spaziergang kann ein Korb oder eine Stofftasche und eine Schere mitgenommen werden. Plastiktaschen eignen sich schlecht, da die Blüten anfangen zu schwitzen und so den Geruch und Geschmack verändern. Die Holunderblüte soll in ihrer vollen Pracht geerntet werden. Das heisst, wenn sie aromatisch duftet und voll offen ist. Mit der Schere schneidet man ungefähr 20 Blüten ab. Die Stiele können zuhause entfernt werden.
Achte darauf, dass nicht alle Blüten von einem Holunderstrauch abgeerntet werden. Die aus den Blüten herangewachsenen Holunderbeeren im Spätsommer, erfreuen nicht nur uns, sondern sind eine Köstlichkeit für die Vogelwelt!

Verarbeitung

Nach der Ernte sollten die Blüten nicht länger als 24 Stunden aufbewahrt werden. Falls etwas dazwischen kommen sollte, ist ein kühler und trockener Ort ideal.

Das Rezept besteht aus 4 Komponenten. Wer Zitronensäure dazugeben möchte um den Sirup über ein Jahr lang haltbar machen möchte, hat somit 5 Zutaten.

Zutaten:
2 Liter Wasser
1,5 Kilogramm Zucker
2 Bio Zitrone
25-30 Holunderblüten

1. Die gesammelten Holunderblüten werden nun etwas ausgeschüttelt und dann in kaltem Wasser geschwenkt um sie vor Schmutz und Insekten zu befreien.
Zum Abtropfen können sie auf ein sauberes Handtuch gelegt werden.
Anschliessend werden die Stängel zur Blüte, die bitter schmeckende Tannine enthalten, mit einer Schere entfernt. Umso sauberer die Arbeit, umso stärker das Holunderblüten Aroma, umso weniger Bitterstoffe sind im Sirup enthalten.

2. Nun wird ein Topf mit 2 Liter Wasser zum kochen gebracht.
Dem kochenden Wasser wird 1,5 Kilogramm Zucker beigefügt. Mit einer Kelle rührt man die Komponenten, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

3. Die Zitronen werden gewaschen und in Scheiben geschnitten. Zusammen mit den vorbereiteten Holunderblüten können sie dem heissen Zuckerwasser beigefügt werden. Einmal gut umrühren und die Magie ist schon fast vollführt.
4. Den Topf mit einem frischen Geschirrtuch abdecken und an einen kühlen trockenen Ort stellen. Drei Tage lang soll der Sirup nun ziehen können. Es empfiehlt sich jeden Tag einmal umzurühren.

5. Als nächstes geht es an das Abfüllen des Sirups.
Um den Sirup vom Material (Zitrone und Holunderblüten) zu trennen, eignet sich ein feines Sieb oder ein Käsetuch. Den Sirup füllt man in Glasflaschen ab und kann ihn so bis zu einem Monat problemlos aufbewahren.

Wer ihn gerne länger haltbar machen möchte, kocht den Sirup (bereits gesiebt) nach den drei Tagen ziehen nochmals auf. Dann werden Gläser und ihre Verschlüsse (kein Plastik) 10 Minuten lang in heissem Wasser aufgeheizt, um sie zu sterilisieren. Nun wird ein Glas nach dem anderen aus dem Wasserbad genommen und den heissen Sirup (nicht ganz bis oben hin), in das Glas gegossen.
Gut verschliessen und in Ruhe abkühlen lassen.
Mit dieser Technik kann der Holunderblütensirup bis zu einem Jahr oder etwas länger gelagert werden. Das Beifügen von Zitronensäure ist nicht nötig, da der viele Zucker als Konservierungsmittel dient.

Egal welche variante man verwendet, nach dem Öffnen, sollte der Sirup im Kühlschrank gelagert werden.

Servierideen:
Mit Sprudelwasser mischen
Als Eiswürfel eingefrieren
Den Fruchtsalat verfeinern
In der Quarktorte beifügen
Mit frischer Minze und Wasser kalt servieren
Mit frischen Beeren und Wasser kalt servieren
Mit Prosecco und Minze serviert wird er zum «Hugo»
Stelle deinen eigenen Club-Mate her

 

0
Schreiben einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.