Jetzt wird’s sauer!

Da wir selbst nicht wirklich auf Sauerkraut stehen, kann uns die Einleitung zu ihrem Buch mit allerlei Wissenswertem gerade recht. Wir erfahren, dass der Begriff Pickles für alles in Lake eingelegte aus dem holländischen stammt, einlegen und fermentieren uralte Techniken sind, um Nahrungsmittel zu konservieren, Alkohol herzustellen oder schlicht den Geschmack zu verbessern. Rein technisch werden beim Firmentieren Mikroorganismen umgewandelt: es entstehen gesunde Lebensmittel, die gut sind für die Darmflora.

Lohnt sich denn der Aufwand, um eigene Essiggurken herzustellen?

Zum Einlegen und Fermentieren braucht es keine spezielle Ausrüstung und nur einfache Zutaten wie Knoblauch, Salz, Gewürze, Zucker und Essig. Den Zubereitungsaufwand zu betreiben, nur um Gurken einzulegen, wäre schade. In ihrem Buch erklärt Freddie, wie Thai-Schalotten, Meerfenchel oder Wassermelone eingelegt werden können, verbindet Auberginenpickle mit rotem Miso, legt Okra in Bourbon ein oder Roote Beete in Lakritz.

Schmeckt das auch?

Bei Kimchi, der Leibspeise der Koreaner, scheiden sich die Geister. Am ehesten konnte sich unser Team noch mit dem Sesam-Kimchi anfreunden. Einheitliche Harmonie hingegen herrschte beim ultimativen Meatball-Sandwich mit Sauerteigbrot, Fenchel-Pickles und einem Walnuss-Rucola-Pesto und beim Fladenbrot mit Kreuzkümmel-Lamm.

Unser Fazit

Wir sind begeistert! Technische Perfektion, einfach und vollständig erklärt, mit Leidenschaft präsentiert und so bebildert, dass einem das Wasser schon beim Lesen der Rezepte im Mund zusammen läuft. Die kulinarische Bandbreite an Rezepten von Südamerika bis nach Japan ist beeindruckend, die Kombinationen frech und jede Seite ist für eine neue Überraschung gut. Freddie Janssen inspiriert auch den heiklen Esser, etwas zu wagen und falls etwas doch nicht mögen sollte, den ungewöhnlichen Geschmack mit einem Pickletini oder einem hausgemachten Gingerbeer hinunterzuspülen.

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