Leaf to Root – ein Vorgeschmack

Warum essen wir Karottengrün nicht? Wieso machen Südkoreaner Kimchi aus der Schale von Wassermelonen, während sie in Europa im Abfall landet? Und weshalb gilt Tomatengrün als giftig, wird aber von vielen Köchen verarbeitet?

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Genau wie beim Fleisch, wo das Filet nicht zwingend das beste Stück ist, gibt es auch beim Gemüse neue Teile zu entdecken: Radieschenblätter werden zu Salat, Erbsenschalen zu Suppe, Blumenkohlblätter zu einem Curry. Die Autoren zeigen vielfältige Verwendungsmöglichkeiten von Blättern, Stielen, Strünken und Wurzeln. Dieses in seinem umfassenden Ansatz einzigartige Werk inspiriert die Alltagsküche und animiert auch zu Neuentdeckungen. Auf über 300 Seiten finden sich in „Leaf to Root“ 70 vegetarische Rezepte, Reportagen und Porträts und ein Nachschlagewerk zu den essbaren Teilen von 50 Gemüsesorten.

Leaf to Root kann als vegetarische Antwort auf die ebenfalls nachhaltige Art des ganzheitlichen Fleischkonsums in Fergus Hendersons „Nose to Tail“ verstanden werden, wie dieser auch in seinem legendären Londoner St. John Restaurant praktiziert wird. Ob es „Leaf to Root“ auch auf die Liste der 50 wichtigsten Kochbücher des Observer schaffen wird, zahlreiche Preise gewinnt und Kultstatus erlangt wie der fleischige Wahlbruder zeigt sich ab Herbst 2016. Dem Trio wäre derselbe Erfolg zu wünschen.

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Leaf to Root – Link AT-Verlag

Nose to Tail – Link echtzeit verlag

Pascal Haag und „Leaf to Root“ live erleben: in der Showküche an der Gourmesse 2016, 07.-10. Oktober 2016 im Kongresshaus in Zürich. www.gourmesse.ch

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