Feiner Tipp für’s Morgenessen: Tsampa

Früher war ich ein klassischer Frühstücksverweigerer. Morgenessen? Naja, das kam für mich nur sonntags oder in der Runde mit Freunden in Frage. Heute hat sich das grundlegend geändert. Ich starte jeden Tag mit einem neuen tollen Rezept, das ich an die Jahreszeit anpasse.

Angefangen hat alles mit der Umstellung der Ernährung und vor allem mit dem Start einer strengen Regelmässigkeit beim Essen. Beruf und Karriere machen einem da oft einen Strich durch die Rechnung, aber man darf sich solche Ausreden selbst nicht durchgehen lassen. Seit ich zu den Morgenessern gehöre, starte ich viel motivierter und mit mehr Energie in den Tag. Die Energie benötige ich morgens auch für den Frühsport, beim Laufen.
tsampa

Tsampa

Meine neueste Entdeckung ist Tsampa. Hinter diesem merkwürdigen Wort (gesprochen rtsam-pa) verbirgt sich ein uraltes tibetisches Grundnahrungsmittel, ein Mehl aus geröstetem Getreide. Daraus macht man einen schmackhaften Brei, oder im Ursprung eine dünne Mischung aus Tee, Butter und dem Mehl, also eine an Mehlsuppe erinnernde Mahlzeit. Die mir bekannten Mischungen die man hier kaufen kann, sind meist aus Gerste (das heisst dann nas rtsam), es gibt aber auch eine nicht so klassische aber sehr feine Mischung aus Kichererbsenmehl. In Europa ist die aus Bern stammende Firma SONAM einer der bekanntesten Tsampa-Anbieter, von dort beziehe ich auch meine Mischungen.

Tsampa wurde mir von einem Ausdauersportler empfohlen, der den Brei in Tibet kennengelernt hatte. Tsampa ist sehr wandelfähig. Man kann es herzhaft oder süss geniessen, es gibt auch eine Menge neutraler Rezepte, die gut für Zwischendurch geeignet sind. Im Winter mag ich mein Tsampa süss und heiss als Morgenbrei. Ich mische gern Chia-Samen hinzu, die halten schön lang satt und bringen wichtige Nährstoffe mit.

Ein Rezeptvorschlag:

ZUTATEN für eine Portion:
2 gehäufte EL Tsampa
1 EL Chiasamen
250ml Pflanzenmilch
2 EL Agavendicksaft
150 gr Himbeeren
Vanille, Zimt und Süsse nach Belieben

ZUBEREITUNG

Die Zubereitung geht rasch. Ich lasse die Pflanzenmilch kurz aufkochen und ziehe sie dann vom Herd. Danach wird der Tsampa eingerührt. Damit es nicht klumpt, geht das am besten mit einem Schneebesen. Dann füge ich noch Chia, Gewürze und die Hälfte der Himbeeren hinzu und stelle den Brei wieder bei ganz geringer Hitzezufuhr auf den Herd. Ein bis zwei Minuten weiter rühren, dann kann man sich anderen Dingen zuwenden.

Wenn der Brei leicht köchelt, wird er schneller dick. Man kann ihn aber auch einfach stehen lassen und ziehen lassen. Die Chia-Samen benötigen etwa 10 Minuten, dann ist das Essen fertig. Zum Servieren kommen die restlichen Himbeeren oben auf. Gesüsst wird nach Belieben, ich lasse das gern weg.

TIPPS

tsampa als Porridge zum morgenessenEs eignet sich jede Pflanzen- oder Nussmilch gleichermassen. Ich bevorzuge aber derzeit Reismilch, weil ich die in guter ungesüsster Qualität bekommen kann und sie sehr neutral schmeckt. Ausserdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich Reismilch unproblematischer verhält, wenn man sie erhitzt, als viele Nussmilchsorten.

Bei der Zugabe von Obst wählt man nach Geschmack und Saison-Verfügbarkeit. Bei mir kommen ganzjährig Himbeeren aus dem eigenen Garten auf den Frühstückstisch. Wir haben die Ernte aus dem Sommer und Herbst eingefroren und einen Teil dehydriert. So gibt es immer feinste Beeren aus eigenem Anbau.

Für den Brei eignen sich alle Obstsorten, die keine übertriebene Säure haben, also bei Äpfeln zum Beispiel besser süsse Sorten. Gerstenbrei mit Orange passt leider nicht so gut. Entsprechend verfährt man mit den Gewürzen. Vanille passt eigentlich immer und hat mehrere positive Effekte – echte Vanille dämpft den Appetit auf Süsses (das bremst dann den Rest den Tages beim Naschen!) und soll laut Studien stimmungsaufhellend sein.

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