Obst = Langeweile?

Gleichgültig und fantasielos sei das, was normalerweise aus Obst in den verschiedenen Küchen dieser Welt zubereitet wird, meistens süss, verbunden mit viel Butter, raffiniertem Zucker und weiteren ungesunden Zutaten. Nach seinem Buch »Täglich vegetarisch« mit welchen der britische Erfolgsautor neue Massstäbe gesetzt hat, setzt er nun Obst, Genuss und Gaumenfreuden ins Zentrum seines neuesten Werkes. Dabei greift er auf eine grosse Vielfalt an Produkten aus seinem eigenen, grossen Nutzgarten zu, den er direkt vor seinem Restaurant »River Cottage« in Devon angelegt hat. Die kreativen und ausgefallenen Rezepte gelingen jedoch genauso mit Produkten aus dem hiesigen Supermarkt.

Auch mit hiesigen Früchten entstehen überraschende Kreationen

Dass Hugh Fearnley-Whittingstall dabei nicht mit exotischen Produkten arbeitet, weiss jeder, der seine Fernsehsendung im britischen Fernsehen kennt oder Artikel des Erfolgsautoren liest: er setzt sich für biologische, saisonale und regionale, nachhaltig produzierte Lebensmittel ein. Vom ersten Rhabarber über saftige Beeren, Melonen und Pflaumen bis zur herbstlichen Apfel- und Birnenernte, Hagebutten und anderen Wildfrüchten. Neben bekannten und beliebten fruchtigen Klassikern wie Desserts, Kuchen, Tartes und Eiscremes, schmeckt Obst auch wunderbar in pikanten Salaten, als Belag auf einer Pizza, peppt Fleischeintöpfe auf und passt hervorragend zu Fisch.

Eine Fülle an Rezepten und Kombinationen

Himbeeren werden zu einem Zombie mit Lavendel verarbeitet, schwarze Johannisbeeren mit Minzzucker und Orangensalat kombiniert und Stachelbeeren in einer Salbeifocaccia verarbeitet. Auch bei den herzhaften Gerichten finden sich die Stachelbeeren wieder: beim Aufschneiden eines Schweinebraten stossen wir auf Stachelbeeren und Blutwurst, zum Rindersteak werden Erdbeeren serviert und zu fangfrischem Fisch aus dem See würde der Autor wohl auf eine rote Johannisbeerensauce setzen, die er in seinem Buch mit einer Makrelen kombiniert.

Früchte = gesund?

Doch macht es wirklich Sinn, Früchte in Hülle und Fülle zu geniessen, wenn diese in Kombinationen auftreten, die nicht wirklich gesund sind? Müssen Früchte wirklich für Kreationen wie Hirsch-Hotdogs mit gebrannter Birne oder einen Wurstauflauf mit Äpfeln herhalten? Das Früchte in beschwipster Form oder im Schokoladenmantel noch besser schmecken, das ist auch uns klar, doch dürfte der gesundheitliche Aspekt einer Mahlzeit nicht ganz ausser acht gelassen werden.

Unser Fazit

Hugh Fearnley-Whittingstall insgesamt neuntes Werk bekämpft die Langeweile in der Grossküche und inspiriert mit über 160 Rezepten, von denen uns besonders jene schmecken und Spass machen, die nicht süss, sondern herzhaft ausgefallen sind und bei welchen der gesundheitliche Gedanke nicht ganz ausser acht gelassen wurde.

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