#Stoppfoodwaste – neue Petition gegen Lebensmittelverschwendung

WWF ruft in einer neuen Aktion zum Umdenken und Handeln auf: Unter dem Hashtag #Stoppfoodwaste startet die Kampagne auf in Social Media, um über die Verschwendung von Lebensmitteln aufzuklären. Außerdem soll eine Petition an die Mitglieder des Bundesrates und der eidgenössischen Räte gehen, um die Aufstellung von für die Schweiz verbindlichen Ziele zur Reduktion der Lebensmittelverluste gehen. Gefordert wird bis 2025 um mindestens 50 Prozent reduzierte Quote.

Die Zahlen einer neuen Studie des WWF sollten wachrütteln. Demnach werden rein rechnerisch von jedem Schweizer Mitbürger täglich 320 Gramm Lebensmittel weggeworfen, die eigentlich noch verzehrfähig wären. Diese Verschwendung hat ungeahnte Ausmaße angenommen. Was vielleicht auf den ersten Blick erst einmal so harmlos klingt, ist ein Riesen Skandal, wenn man sich die Verschwendung bildlich vorstellt.

Für die Gesamtschweiz macht das im Jahr allein zwei Millionen Tonnen Lebensmittel aus, die nie verzehrt werden – zusammen genommen ungefähr die Ladung von 140.000 Lastwagen. Damit werden im Durchschnitt von jedem Bürger Lebensmittel im Wert zwischen 500 und 1000 Franken entsorgt. Der Konsument selbst ist aber nicht das alleinige Problem.

Fast die Hälfte der weggeworfenen Lebensmittel wandert direkt beim Konsumenten in die Tonne. Am häufigsten trifft das dort übrigen die Kartoffel:

„Spitzenreiteiter beim Food Waste ist die Kartoffel: Zwei von drei Kartoffeln (66%) schaffen es nicht auf unsere Teller, sondern gehen innerhalb der Wertschöpfungskette verloren.“

Das entspricht rund 300‘000 Tonnen Kartoffeln pro Jahr oder 1,2 Milliarden Tellern Rösti,“ schreibt WWF. „Bei Lagergemüse liegt der Anteil der vermeidbaren Verluste bei 40 Prozent, bei Frischgemüse sind es 34, bei Brot (Weizen) 43 und bei Fleisch 19 Prozent.“

Allerdings können nur etwa die Hälfte davon von den Konsumenten direkt beeinflusst werden. Ein Großteil wird bereits vorab bei der Ernte oder im Lebensmittelhandel aussortiert. Viele ästhetisch nicht perfekte Gemüse finden so den Weg gar nicht zum Verbraucher.

Die Ressourcen-Verschwendung, die damit einhergeht, betrifft auch Energie- und Transportkosten, sowie Arbeitskraft. Die Lebensmittelverschwendung trägt dabei laut WWF weltweit dreimal so viel zur Klima-Erwärmung bei wie der Luftverkehr.

„In der Schweiz entspricht die Produktion aller verschwendeten Lebensmitteln den CO2-Emissionen von 1,5 Millionen Autos.“

Wer sich engagieren will, kann mit seiner Unterschrift die Petition gegen Lebensmittelverschwendung mit in Gang setzen. Neben der Änderung des eigenen Verhaltens ist die Aufklärung rund um das Thema #Foodwaste am wichtigsten.

Die gesamte Studie gibt es zum Download als PDF.

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  1. […] auf, der Schweiz ein offizielles Ziel zur Reduktion der Lebensmittelverluste zu setzen (wir berichteten). Bis 2025 sollen diese nun um 50 Prozent reduziert werden. Passend dazu gab es für die […]

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