Superfood Quinoa – was ist das eigentlich?

Quinoa ist ein echter Alleskönner und seit einiger Zeit total in Mode gekommen. Das eiweissreiche Korn gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen und stammt ursprünglich aus Südamerika. Zusammen mit Amaranth ist es seit mehreren tausend Jahren der Haupt-Energielieferant der Anden-Völker.

Aussehen

Quinoa Grain

Quinoa wird auch Inka-Korn, Anden-Hirse oder Peru-Reis genannt. Die kleinen Körner gibt es in verschiedenen Farben, von blass-beige bis dunkelrot. Von der Grösse kommt Quinoa an kleine Reiskörner heran und kann auch genauso verwendet werden. Quinoa kann allerdings auch roh verzehrt werden, als Müsli beispielsweise. Allerdings verbleibt in dem ungekochten Quinoa Phytinsäure.

Bei der Phytinsäure schwanken die Wissenschaftler noch, ob sie eher nützlich oder schädlich ist. Das Problem mit diesem Stoff, den die Pflanzen selbst zum Schutz gegen Fressfeinde bilden, ist, dass er als so genannter Anti-Nährstoff gilt. Das heisst, Phytinsäure binden unter anderem Mineralstoffe wie Zink, Eisen und Magnesium, so dass diese Stoffe nicht mehr dem Körper zur Verfügung stehen. Studien deuten zudem darauf hin, dass die Säure die Protein-Verdauung stört, da die Enzyme Pepsin und Trypsin blockiert werden.

Auf der anderen Seite gibt es aber zahlreiche positive Eigenschaften, die der Phytinsäure zugeschrieben werden, die auch mit den negativen Eigenschaften in Zusammenhang stehen. In puncto Verdauung verzögert die Phytinsäure nämlich auch die Verwertung von Stärke und hat so einen positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel.

Phytinsäure soll laut neuesten Studien vor Darmkrebs schützen können.

Wirkung

Die positiven Eigenschaften verdankt der Quinoa aber noch einer ganzen Reihe weiterer Inhaltsstoffe. Lysin und Tryptophan zum Beispiel. Beides sind Aminosäuren, die für den menschlichen Körper essentiell wichtig sind. Tryptophan gehört zu den Gute-Laune-Machern, während Lysin zerstörtes Bindegewebe reparieren kann und dadurch der Entstehung von Krebszellen vorgebeugt wird.

[yellow_box]Siehe auch: TRYPTOPHAN FÖRDERT DEN SCHLAF[/yellow_box]

Quinoa ist glutenfrei und hat einen sehr niedrigen glykämischen Index.

Inhaltsstoffe je 100 Gramm

Energie 1434 kJ / 343 kcal, Wasser 12,7 g, Eiweiss 13,8 g, Fett 5,0 g, Kohlenhydrate 58,5 g (davon Ballaststoffe 6,6 g), Mineralstoffe: Kalium 805 mg, Phosphor 330 mg, Magnesium 275 mg, Calcium 80 mg, Natrium 10 mg, Eisen 8 mg, Zink 2,5 mg, Vitamine: Vitamin B1 170 µg, Nicotinamid 450 µg.

Interessant ist, dass schon in den 1990er Jahren Quinoa eine Art Siegeszug ausserhalb von Südamerika antrat. Quinoa wurde als pflanzliche Eiweissquelle bekannt, die überaus günstig herzustellen ist. Der plötzliche Ruhm führte jedoch zu ansteigenden Preisen. Das Korn ist aber noch immer verhältnismässig günstig. Im Handel bekommt man Bio-Quinoa schon ab 7 Franken je Kilo.

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  3. […] Bei der Proteinaufnahme gibt es einen Sättigungs-Punkt. Alles was danach kommt, ist eigentlich Verschwendung und treibt den Blutzuckerspiegel an. Es gibt verschiedene Empfehlungen, wie viel Protein ein Erwachsener normalerweise zu sich nehmen sollte. Für die meisten Personen dürften 0,5 bis 1 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht diese Grenze erreichen (Hochleistungssportler ausgenommen). Fitnessfans überspannen diesen Bogen häufig durch extra Proteinshakes und zusätzlichem Fleisch, mit Eiern und Fisch. Besser ist es, auf pflanzliche Proteinquellen zurückzugreifen (zum Beispiel Quinoa). […]

  4. […] Inka-Korn Quinoa ist ja ein richtiger Superfood. Es gibt übrigens Quinoa, das von Natur aus rot ist; ich habe […]

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