Verbotener Superfood Cannabis?

Wunderkraut oder Teufelszeug?
Das ist kein Kraut sondern eine super Pflanze mit vielen Facetten und heilender Wirkung. Aus Hanf stellt man gut 30‘000 Produkte her. Wegen Ihrer Anwendungsmöglichkeiten ist die Pflanze ein Dorn in vielen Industriebereichen: Pharma und Chemie, Holz und Papier, Alkohol und Tabak, Textil und Baudämmstoffe und zu guter letzt auch in der Ölindustire, Landwirtschaft und somit auch in der Nahrungsmittelindustrie.

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Welche Formen des Cannabis existieren? Welche medizinischen Wirkungen werden dem Produkt zugestanden?
Blüten und die Harzdrüsen mit ihren Cannabioniden und Terpenen kommen bei über 200 Krankheiten zum Einsatz. Momentan wird im Internet gesagt, es sei das einzig wahre Heilmittel gegen Krebs. Cannabis hilft bei allen möglichen Nervenkrankheiten und Entzündungen, wird eingesetzt bei Muskelspastiken und auch bei ALS macht man sich sehr grosse Hoffnung. Die Hanfbläter eignen sich auch sehr gut für Smoothies. Der Eisengehalt übersteigt denjenigen einer Schweineleber um ein Mehrfaches und auch der Kalziumanteil ist viel höher als jener im Jogurt.

Aus Hanfsamen wird u.a. ein kaltgepresstes Hanfnussöl hergestellt. Dieses ist leicht verdaulich, hat ein köstlich nussiges Aroma und ein optimales Verhältnis der Omega 3+6 Fettsäurengehalt von 1:4, sowie einen hohen Anteil an Vitamine E und Beta Carotine.

Die geschälten Hanfsamen, die sog. Hanfnüsschen liefern zahlreiche Antioxidantien, Vitamin E und von den B-Vitaminen besonders das Vitamin B2. Vitamin B2 ist sehr wichtig für die Schilddrüse, die Augen und die Haut. Zum Frühstück einfach täglich 1 bis 2 Esslöffel ins Müsli oder aufs Konfibrot geben, zum Znüni/Snack 1 Esslöffel ins Jogurt oder den Smoothie rühren, mittags nach Belieben über den Salat streuen, abends leicht geröstet über das Gemüse und Grillfleisch streuen. Zum Backen je nach Geschmack in kleinen Mengen dem Teig beimischen.

Ganz speziell sind aber auch die Hanfproteine?
Genau. Hanfprotein enthält alle für den Menschen essentiellen Aminosäuren. Hanfprotein ist überdies reich an verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA), die besonders für den Muskelaufbau oder die Muskelreparatur nötig sind. Das Protein Edestin wurde bis heute nur im Hanfsamen gefunden. Edestin ist das Rückgrat der DNA-Zellen. Es ähnelt dem Globulin im Blutplasma und ist kompatibel mit dem menschlichen Verdauungssystem. Dies mag der Grund sein, warum es bei der Hanfnuss nicht zu Nahrungsmittelallergien kommt. Edestin produziert Antikörper, die entscheidend für ein gesundes Immunsystem sind. Albumin Protein ist sehr leicht verdaulich und ist eine wichtige Quelle der Radikalfänger. Im Verdauungsprozess verwandelt es sich in Aminosäuren, die die Bausteine für das Wachstum und die Aufrechterhaltung von Körpergewebe sind.

Wie werden die Produkte konsumiert?
Das berühmteste ist das Kiffen (rauchen pur USA, Afrika, Asien oder gemischt mit Tabak Europa),
Blätter und Blüten werden als Tee, destiliert als Essenz, ausgekocht als dickflüssiges Harzöl für die äusserliche und orale Anwendung, als Tinkturen oder einfach in Alkohol eingelegt als Schlafmittel konsumiert.

Die Samen dienen als Nahrungsmittel, Kosmetik- und Körperpflegeprodukt, aber auch als Heilmittel in Cremen, Salben, Lotion etc. verwendet.

Wie verwenden Sie die Produkte in Ihren Caterings?
Generell ersetzen wir die Nüsse durch Hanfprodukte. Sprossen kommen als Dekoration auf dem Salatbuffet, in Brot und allerlei Backwaren zum Einsatz. Alle unsere Dessert bereiten wir mit Hanfmehl und Hanfsamen zu. Auch hier werden alle Nüsse mit Hanfsamen ersetzt.

Welches Potential sehen Sie hinter den Produkten?
Wenn endlich wieder in Hanf investiert wird, dann wird Hanf eine Renaissance erleben, wie es dies noch nie gab. Denn wir können alles aus dem Hanfsamen herstellen, was man heute aus der Sojabohne zubereitet. Einfach nur natürlich und nicht mit Glysophat vergiftet. Denn der Hanf braucht weder Insektizide, noch Pestizide, auch kein Unkrautvertilger und auch keinen zusätzlichen Dünger.

powernuts.ch

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  1. Sylvie

    26. März 2017 um 22:57

    Ein sehr guter Bericht. Hanf ist super gesund und sollte unbedingt vermehrt in der Ernährung Beachtung finden, z. B. auch in Form von Hanf-Tofu, Hanfburger, etc.

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